Newmont startet mit einem Wechsel an der Spitze ins Jahr 2026. Nach Jahren großer Übernahmen rückt nun die Frage in den Vordergrund, wie effizient der Konzern sein deutlich gewachsenes Minenportfolio betreiben kann. Mit der bisherigen operativen Chefin Natascha Viljoen rückt eine Managerin nach, die genau für diesen Umbau steht.

Wechsel von Palmer zu Viljoen

Zum 1. Januar 2026 hat Viljoen die Rolle als President und Chief Executive Officer übernommen und nimmt zugleich im Board of Directors Platz. Sie folgt auf Tom Palmer, der zum 31. Dezember 2025 aus dem Vorstand ausgeschieden ist, dem Unternehmen jedoch noch bis zum 31. März 2026 als strategischer Berater zur Verfügung stehen wird. Der Übergang ist also klar vorbereitet und soll ohne Bruch erfolgen.

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Der Führungswechsel war bereits im September 2025 angekündigt worden und kam damit nicht überraschend. Viljoen war 2023 als Chief Operating Officer zu Newmont gestoßen und gilt in der Branche als eine der erfahrensten operativen Führungskräfte. Zuvor leitete sie als CEO Anglo American Platinum. Marktbeobachter sehen in ihrer Beförderung ein deutliches Signal: Nach den Übernahmen von Goldcorp und zuletzt Newcrest geht es weniger um Größe, sondern verstärkt um die Qualität des operativen Betriebs.

Von Wachstum durch Deals zu Effizienz im Betrieb

Die Amtszeit von Tom Palmer war klar von Akquisitionen geprägt, die Newmonts Status als größten Goldproduzenten der Welt gefestigt haben. Diese Strategie hat die Projektpipeline verbreitert, erhöht aber zugleich die Komplexität des täglichen Betriebs. Nun steht die Konsolidierung dieses ausgebauten Portfolios im Vordergrund.

Für Viljoen bedeutet das vor allem zwei Kernaufgaben:

  • Integration der von Newcrest übernommenen, teils komplexen unterirdischen Minen
  • Eindämmung der insgesamt gestiegenen Förderkosten (All-In Sustaining Costs, AISC)

Im Marktumfeld 2026 trifft das auf zusätzliche Herausforderungen. Die Branche kämpft mit Kosteninflation, etwa bei Energie, Material und Löhnen. Gleichzeitig wächst das Interesse an Kupfer als „grünem Metall“, das für Stromnetze, Elektromobilität und erneuerbare Energien unverzichtbar ist. Newmont hat sich bereits so positioniert, dass der Konzern von dieser Nachfrage profitieren kann. Die operative Erfahrung der neuen CEO wird als entscheidend gesehen, um Kupferprojekte und Goldminen effizient auszubalancieren und profitabel zu betreiben.

An der Börse spiegelt sich der Strategiewechsel bislang in einer starken Kursperformance wider: Über die vergangenen zwölf Monate hat die Aktie um mehr als 180 % zugelegt und notiert nur minimal unter ihrem jüngsten 52‑Wochen-Hoch.

Blick nach vorn: Zahlen im Februar als erste Standortbestimmung

Der nächste Fixpunkt für Investoren ist der 19. Februar 2026. Dann will Newmont nach Börsenschluss die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vorlegen und in einer Telefonkonferenz erläutern. Diese Veröffentlichung dürfte zur ersten echten Standortbestimmung für die neue Chefin werden.

Im Mittelpunkt stehen dabei mehrere Aspekte:

  • Welche operativen Prioritäten Viljoen setzt, etwa bei Minenplänen und Kostenzielen
  • Wie sie die Kapitalallokation gewichtet – zwischen Dividenden, Schuldenabbau, Projekten und möglichen Rückkäufen
  • Ob es Hinweise auf ein Aktienrückkaufprogramm gibt, über das in Analystenkreisen für die erste Jahreshälfte 2026 spekuliert wird

Aus heutiger Sicht deutet alles darauf hin, dass disziplinierte Projektevaluierung und ein strenger Kapitaleinsatz die Leitplanken der neuen Ära bilden sollen. Der Februar-Termin wird zeigen, wie konsequent dieser Anspruch in konkrete Maßnahmen übersetzt wird und wie Newmont den Übergang von der Übernahme- zur Optimierungsphase finanziell untermauert.

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