Netflix hat den 16. April als Termin für seine Erstquartalszahlen 2026 bestätigt. Im Mittelpunkt steht dabei weniger die Frage nach Abonnentenwachstum — sondern ob das Werbegeschäft die ambitionierten Ziele einlöst.

Werbeumsatz als Wachstumstreiber

Das Unternehmen peilt für 2026 Werbeeinnahmen von 3 Milliarden Dollar an — doppelt so viel wie die 1,5 Milliarden Dollar aus dem Vorjahr. Gemessen am erwarteten Gesamtwachstum von rund 6 Milliarden Dollar würde die Werbesparte damit etwa ein Viertel des Zuwachses beisteuern.

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Für das erste Quartal erwartet Netflix einen Umsatz von 12,2 Milliarden Dollar, was einem Wachstum von 15,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht — nach 17,6 Prozent im vierten Quartal ein spürbarer Rückgang im Tempo. Für das Gesamtjahr liegt die Prognose bei 51,2 Milliarden Dollar, die operative Marge soll von 29,5 auf 31,5 Prozent steigen.

Eigene Werbetechnologie, neue Zielgruppen

Erstmals läuft 2026 vollständig auf der eigenen Werbetechnologie-Plattform. Das ermöglicht schnellere Produktentwicklung, tiefere Integration externer Demand-Side-Plattformen wie Amazon, Google DV360 und The Trade Desk sowie erweiterte programmatische Funktionen.

Neu hinzu kommen erweiterte Targeting-Optionen: Ab 2026 können Werbetreibende Zielgruppen nach Bildungsstand, Familienstand und Haushaltseinkommen ansprechen. Interaktive Videoanzeigen werden zunächst in den USA und Kanada getestet, ein globaler Rollout ist für das zweite Quartal geplant.

Das Marktforschungsinstitut Omdia prognostiziert, dass Netflix' Werbeeinnahmen bis 2030 auf 8 Milliarden Dollar anwachsen könnten. Der Anteil am globalen Connected-TV-Werbemarkt soll laut Schätzungen von 3,7 Prozent (2025) auf 9,2 Prozent bis 2027 steigen.

Starkes Content-Programm als Fundament

Starke Inhalte bleiben die Grundlage für das Werbeversprechen. Im März laufen unter anderem die zweite Staffel der Live-Action-Serie One Piece, die Rückkehr von Virgin River sowie das Kinofilm-Debüt von Cillian Murphy in Peaky Blinders: The Immortal Man. Hinzu kommen Live-Events wie der MLB Opening Day und ein BTS-Comeback-Konzert. Für das Gesamtjahr plant Netflix rund 20 Milliarden Dollar an Content-Ausgaben.

Im Wettbewerbsvergleich bleibt die Ausgangslage herausfordernd: Laut Nielsen hält Netflix im Januar 2026 einen TV-Nutzungsanteil von 8,8 Prozent — Platz drei unter den Medienunternehmen. YouTubes Anteil liegt dabei 42 Prozent höher.

Am 16. April wird CFO Spencer Neumann gemeinsam mit den Co-CEOs Ted Sarandos und Greg Peters die Zahlen präsentieren. Neumann hatte zuletzt auf der Morgan Stanley TMT-Konferenz betont, das Werbegeschäft wachse gesund — getragen von Werbetreibenden, die mit den bisherigen Ergebnissen zufrieden seien.

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