Nestlé kämpft gleich an zwei Fronten: Ein Produktrückruf von Säuglingsnahrung weitet sich auf dutzende Länder aus, während führende Banken ihre Kursziele reihenweise zusammenstreichen. Die Kombination aus operativem Risiko und schwindendem Anlegervertrauen setzt den Schweizer Lebensmittelriesen unter erheblichen Druck.

Analysehäuser senken Prognosen deutlich

Die Deutsche Bank Research reduzierte ihr Kursziel von 88 auf 82 CHF bei unveränderter "Hold"-Einstufung. Noch pessimistischer zeigt sich die UBS, die ihr Ziel von 80 auf 78 CHF senkte. Auch Bernstein Research und Jefferies passten ihre Erwartungen nach unten an – auf 74 CHF beziehungsweise 76 CHF.

Die wichtigsten Analystenbewertungen:

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  • Deutsche Bank: Kursziel 82 CHF (zuvor 88 CHF) – "Hold"
  • UBS: Kursziel 78 CHF (zuvor 80 CHF) – "Neutral"
  • Bernstein Research: Kursziel 74 CHF – "Market-Perform"
  • Jefferies: Kursziel 76 CHF – "Hold"

Das Bild ist eindeutig: Die großen Investmenthäuser sehen kurzfristig wenig Spielraum nach oben.

Toxin-Verdacht in mindestens 50 Ländern

Parallel belastet ein großangelegter Rückruf das wichtige Segment der Säuglingsnahrung. Betroffen sind spezifische Chargen der Marken Beba und Alfamino wegen möglicher Verunreinigung mit dem Bakterium Bacillus cereus. Dieses kann das Toxin Cereulid bilden, das zu Übelkeit und Erbrechen führt.

Die Verbraucherorganisation Foodwatch wirft Nestlé vor, die Öffentlichkeit erst spät informiert zu haben, obwohl Behörden bereits Mitte Dezember von Verunreinigungen wussten. Der Konzern wies die Kritik zurück und verwies auf unterschiedliche Produktchargen für verschiedene Märkte.

Anleger reagieren verhalten

An der Heimatbörse SIX zeigt sich die Aktie angeschlagen. Die jüngsten Kursverluste spiegeln die hohe Unsicherheit wider. Solange das volle Ausmaß des Rückrufs und dessen finanzielle Folgen unklar bleiben, fehlt dem Titel eine positive Perspektive. Die Kombination aus negativer Analystenstimmung und operativen Problemen dürfte die Aktie vorerst weiter belasten.

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