Nestlé Aktie: Entwarnung im Babynahrung-Fall
Die französische Justiz nimmt Druck von Nestlé: Die Staatsanwaltschaft in Bordeaux hat am Freitag einen Zusammenhang zwischen dem Tod eines Säuglings Anfang Januar und konsumierten Nestlé-Produkten ausgeschlossen. Laboruntersuchungen fanden keine Spuren des gefährlichen Toxins Cereulid in der verwendeten Babynahrung. Für den Schweizer Konzern ist dies eine wichtige Entlastung – doch die Causa ist noch nicht vollständig abgeschlossen.
Toxin-Verdacht nicht bestätigt
Im Fokus der Ermittler stand das Bakteriengift Cereulid, das starke Übelkeit und Erbrechen auslösen kann. Eine mögliche Kontamination durch Rohstoffe eines chinesischen Zulieferers hatte zu weltweiten Vorsichtsrückrufen von Babynahrung geführt. Auch Nestlé-Marken wie Guigoz waren betroffen.
Die jetzt vorliegenden Analysen aus Bordeaux ergaben jedoch ein eindeutiges Resultat: Weder im Milchpulver noch in der zubereiteten Nahrung, die das verstorbene Neugeborene erhalten hatte, ließen sich Spuren des Toxins nachweisen. Die Ermittler sehen damit keinen kausalen Zusammenhang zwischen dem Produkt und dem Todesfall.
Parallele Untersuchungen laufen weiter
Trotz der Entwarnung in Bordeaux sind die behördlichen Prüfungen in Frankreich nicht abgeschlossen. In Angers meldeten Anwälte einer betroffenen Familie, dass in einer Charge der Marke Guigoz abnormale Mengen von Cereulid gefunden worden seien. Auch hier konnte die Staatsanwaltschaft bislang jedoch keinen medizinischen Zusammenhang mit einem Todesfall nachweisen. Die toxikologischen Untersuchungen dauern an.
Konzern mitten im Umbau
Die juristische Auseinandersetzung fällt in eine kritische Phase für Nestlé. Der Konzern baut derzeit weltweit rund 16.000 Stellen ab – etwa sechs Prozent der gesamten Belegschaft. Nach einem Umsatz von 89,5 Milliarden Schweizer Franken im Geschäftsjahr 2025 will das Management die Kostenstruktur verschlanken und das Produktportfolio straffen.
Die Börse reagierte auf die Nachricht aus Bordeaux mit Erleichterung. Das Papier notierte zwischenzeitlich bei 80,24 Schweizer Franken und stabilisierte sich damit nach der Unsicherheit der vergangenen Wochen. Mit einem aktuellen Kurs von 89,55 Euro liegt die Aktie rund 6,2 Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt – ein Zeichen, dass Anleger die juristischen Risiken nun niedriger einstufen als noch zu Jahresbeginn.
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