Der norwegische Wasserstoff-Spezialist steht am Scheideweg. Nach einem enttäuschenden dritten Quartal blicken Anleger nervös auf die anstehende Veröffentlichung der Jahreszahlen. Kann Nel ASA mit seiner neuen, EU-geförderten Technologieplattform das Ruder herumreißen oder belastet die anhaltende Auftragsflaute den Kurs weiter?

Zahlenwerk im Fokus

Der Termin steht: Am 26. Februar 2026 legt das Unternehmen die Bücher für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 offen. Die Erwartungshaltung ist angespannt, denn die Vorgaben aus dem Herbst waren schwach. Im dritten Quartal schrumpfte der Umsatz um 17 Prozent auf 303 Millionen NOK. Noch dramatischer brach der Auftragseingang ein: Er fiel um 64 Prozent auf nur noch 57 Millionen NOK.

Im kommenden Bericht müssen Anleger daher vor allem eine Kennzahl prüfen: die Stabilisierung der Neuaufträge. Zudem gilt es, die Liquidität im Auge zu behalten. Zuletzt verfügte Nel über rund 1,8 Milliarden NOK, doch laufende Investitionen zehren an den Reserven.

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Strategische Offensive

Trotz der operativen Delle treibt das Unternehmen seine technologische Erneuerung voran. Im Dezember fiel die finale Investitionsentscheidung zur Industrialisierung der "Next Generation Pressurized Alkaline"-Plattform am Standort Herøya. Das Projekt ist ein Hoffnungsträger: Es wird durch den EU-Innovationsfonds mit bis zu 135 Millionen Euro gefördert und zielt auf eine jährliche Produktionskapazität von 4 Gigawatt ab.

Die erste Ausbaustufe umfasst Investitionen von rund 300 Millionen NOK für ein Gigawatt Kapazität. Der kommerzielle Start ist bereits für die erste Jahreshälfte dieses Jahres geplant, erste Großlieferungen sollen 2027 folgen.

Schwieriges Branchenumfeld

Das makroökonomische Umfeld bleibt für Wasserstoffwerte herausfordernd. Hohe Produktionskosten und eine schleppende Entwicklung der notwendigen Infrastruktur bremsen den Sektor weiterhin. Diese Faktoren erschweren es Equipment-Herstellern wie Nel, profitables Wachstum zu generieren.

Der 26. Februar wird zeigen, ob jüngste Projekterfolge – etwa Verträge für HyFuel und GreenH – bereits positive Spuren in der Bilanz hinterlassen und die Auftragsbücher füllen konnten. Kurz darauf folgen am 10. April die Hauptversammlung und am 22. April der Bericht zum ersten Quartal 2026, was die kommenden Wochen zur entscheidenden Phase für die Aktie macht.

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