Nel ASA steht vor entscheidenden Wochen. Während Anleger auf die Zahlen für das vierte Quartal warten, treibt der norwegische Wasserstoff-Spezialist seine Expansion voran. Doch kann die neue, EU-geförderte Strategie die zuletzt schwache Auftragsentwicklung und das herausfordernde Marktumfeld kompensieren?

Spannung vor den Quartalszahlen

Der Blick richtet sich nun auf den 26. Februar 2026. An diesem Tag veröffentlicht Nel sowohl den Bericht zum vierten Quartal als auch den Jahresabschluss 2025. Die Erwartungshaltung ist angespannt, nachdem das dritte Quartal deutliche Bremsspuren zeigte: Der Umsatz sank im Jahresvergleich um 17 Prozent auf 303 Millionen NOK, während der Auftragseingang sogar um 64 Prozent auf magere 57 Millionen NOK einbrach. Wichtig für die Substanz bleibt jedoch die Liquidität: Die Cash-Position lag Ende Oktober noch bei soliden 1,8 Milliarden NOK.

Strategische Offensive mit EU-Hilfe

Ungeachtet der operativen Delle entschied das Board am 12. Dezember, die Produktionskapazitäten im norwegischen Herøya massiv auszubauen. Kernstück ist die Investition in die "Next Generation Pressurized Alkaline"-Plattform, die eine jährliche Fertigungskapazität von bis zu 4 GW ermöglichen soll.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Nel ASA?

Ein entscheidender Faktor ist hierbei die massive Unterstützung durch den EU-Innovationsfonds: Dieser steuert bis zu 135 Millionen Euro bei und deckt damit rund 60 Prozent der relevanten Investitions- und Betriebskosten ab. Nel investiert zunächst rund 300 Millionen NOK, um die Produktion hochzufahren. Das Ziel ist klar: Die neue Technologie soll die Systemeffizienz steigern und die Wasserstoff-Gestehungskosten senken. Der kommerzielle Start ist bereits für die erste Jahreshälfte 2026 geplant.

Lichtblicke im schwierigen Umfeld

Trotz des Gegenwinds konnte Nel zuletzt punkten. Im November sicherten sich die Norweger Aufträge im Wert von über 50 Millionen US-Dollar, unter anderem für die Projekte HyFuel und Kaupanes. Auch für GreenH-Projekte wurde Nel als Technologiepartner ausgewählt.

Diese Erfolge sind dringend nötig, denn das Branchenumfeld bleibt zäh. Hohe Produktionskosten und ein schleppender Infrastrukturausbau bremsen die breite Marktentwicklung weiterhin, wie europäische Regulierer erst im Dezember betonten.

Für Anleger wird der 26. Februar zum Schlüsseltermin. Dann muss das Management anhand harter Zahlen belegen, ob die strategischen Investitionen und die jüngsten Auftragseingänge ausreichen, um den negativen Trend bei den Bestellungen nachhaltig zu drehen. Kurz darauf, am 10. April 2026, folgt die Hauptversammlung, auf der die weiteren Schritte zur Debatte stehen.

Nel ASA-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nel ASA-Analyse vom 28. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Nel ASA-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nel ASA-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Nel ASA: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...