NASDAQ: Gerichtsurteil torpediert M&A-Regel
Ein Bundesrichter in Texas hat am Donnerstag eine Vorschrift gekippt, die Unternehmen bei Fusionen und Übernahmen zu deutlich umfangreicheren Offenlegungen verpflichtete. Die Entscheidung stellt einen Rückschlag für die US-Kartellbehörden dar – und könnte den Dealflow an der NASDAQ beflügeln.
Richter Jeremy Kernodle befand, dass die Federal Trade Commission (FTC) ihre Befugnisse überschritten habe. Die Regel sei Ende 2025 finalisiert worden und sollte FTC sowie Justizministerium mehr Informationen über M&A-Transaktionen verschaffen. Doch Kernodle sah die Kosten nicht durch die Vorteile gerechtfertigt: "Die FTC behauptet zwar, die Regel würde illegale Fusionen aufdecken und Ressourcen sparen, belegt diese Behauptungen aber nicht."
Milliarden-Deal unter Druck
Besonders brisant: Die Nasdaq Inc. sitzt im Vorstand der US-Handelskammer, die gegen die Regel geklagt hatte. Die Kammer ist die größte Wirtschaftslobby des Landes – mit Vertretern von FedEx, Meta, Microsoft und eben NASDAQ. Nach dem Urteil jubelte Daryl Joseffer, Vizepräsident des Kammer-Rechtszentrums: "Wir freuen uns, dass das Gericht die belastende Fusionssteuer der Biden-Regierung ablehnt."
Zeitgleich macht ein anderer Fall Schlagzeilen: Der Wall-Street-Broker Clear Street hat seine IPO-Bewertung drastisch zusammengestrichen. Statt der anvisierten 11,8 Milliarden Dollar strebt das Unternehmen nun nur noch 7,2 Milliarden Dollar an. Bloomberg hatte zuvor von massivem Investorenwiderstand gegen die ursprüngliche Bewertung berichtet. Clear Street bietet nun 13 Millionen Aktien zu 26 bis 28 Dollar an – ursprünglich waren 23,8 Millionen Aktien für 40 bis 44 Dollar geplant. Die Aktie soll am Donnerstagabend preisen und unter dem Symbol "CLRS" an der NASDAQ notieren.
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NASDAQ als Gewinner?
Für die NASDAQ könnte das Gerichtsurteil mittelfristig positiv wirken. Weniger regulatorische Hürden könnten Deals beschleunigen und mehr Unternehmen an die Börse bringen. Allerdings zeigt der Fall Clear Street, dass überzogene Bewertungen nach wie vor auf Skepsis stoßen – selbst wenn Goldman Sachs, BofA Securities und Morgan Stanley als Konsortialführer auftreten.
Die FTC prüft laut einem Sprecher das Urteil und wägt Optionen ab. Pikantes Detail: Der Sprecher bezeichnete die Handelskammer als "linksgerichtete, aktivistische Gruppe, die offene Grenzen unterstützt" – eine Aussage, die die Kammer unkommentiert ließ.
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