Der technologielastige Index steht am Ende einer unruhigen Woche unter erheblichem Druck. Während ein sprunghafter Anstieg der Ölpreise infolge der Nahost-Spannungen die Sorge vor einer Stagflation schürt, blicken Anleger nun nervös auf eine wahre Flut an US-Wirtschaftsdaten. Die Kombination aus zäher Inflation und schwächerem Wachstum zwingt den Markt zu einer Neubewertung der Zinserwartungen.

Auslöser für die jüngste Schwächephase ist die geopolitische Lage. Berichte über Angriffe auf die Energieinfrastruktur im Nahen Osten trieben den Preis für Brent-Rohöl zeitweise über die Marke von 108 US-Dollar. Dieser Energieschock weckt bei Investoren Erinnerungen an stagflationäre Phasen. Gleichzeitig schwinden die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen der US-Notenbank rapide. Wurde vor einem Monat noch mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent ein Zinsschritt nach unten eingepreist, liegt dieser Wert mittlerweile bei lediglich 8 Prozent. Sogar eine Zinserhöhung im Jahresverlauf 2026 wird an den Terminmärkten wieder als realistisches Szenario gehandelt.

Halbleiter und Meta unter Druck

Das veränderte Zinsumfeld und steigende Renditen bei US-Staatsanleihen belasten vor allem hoch bewertete Technologieaktien. Bereits am Donnerstag verzeichneten Schwergewichte empfindliche Verluste. Meta gab nach negativen Gerichtsurteilen zum Kinderschutz und Berichten über Entlassungen deutlich nach.

Besonders hart traf es den Halbleitersektor. Papiere von Micron, AMD und Nvidia verzeichneten spürbare Abschläge. Neue Forschungsergebnisse von Alphabet zu effizienteren KI-Modellen setzten zudem Hersteller von Speicherchips wie Lam Research unter Druck. Einen Lichtblick bot in dieser Woche lediglich Arm Holdings. Der Chipdesigner profitierte von ehrgeizigen Umsatzprognosen für das eigene Rechenzentrumsgeschäft und hob seine Margenziele an.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei NASDAQ 100?

Wichtige charttechnische Marken im Fokus

Die jüngsten Kursverluste haben den Index an eine kritische charttechnische Schwelle geführt. Erstmals seit zehn Monaten testet das Barometer die 50-Wochen-Linie. Auf der Unterseite dient das Niveau um 23.650 Punkte als kurzfristige Unterstützung. Fällt diese Marke, rückt die psychologisch wichtige Schwelle von 23.000 Zählern in den Blick. Auf der Oberseite bildet der Bereich um 24.100 Punkte einen ersten Widerstand, wo aktuell auch die 200-Tage-Linie verläuft.

Die Richtung für die kommenden Handelstage hängt nun maßgeblich von zwei Faktoren ab. Einerseits müssen die am heutigen Freitag veröffentlichten PCE-Inflationsdaten und die finale Schätzung zum US-Bruttoinlandsprodukt vom Markt verarbeitet werden. Eine weitere Abwärtskorrektur des ohnehin schwachen Wirtschaftswachstums würde die Stagflationssorgen zementieren. Andererseits bleibt die geopolitische Nachrichtenlage der entscheidende Taktgeber. Konkrete Signale für eine Waffenruhe im Nahen Osten dürften den zinssensiblen Tech-Werten Rückenwind verleihen, während eine weitere Eskalation am Persischen Golf den Index zügig unter die aktuellen Unterstützungsmarken drücken könnte.

Anzeige

NASDAQ 100: Kaufen oder verkaufen?! Neue NASDAQ 100-Analyse vom 27. März liefert die Antwort:

Die neusten NASDAQ 100-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für NASDAQ 100-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

NASDAQ 100: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...