Die US-Technologiebörse blickt auf eine turbulente Handelswoche zurück. Während eskalierende Konflikte im Nahen Osten und ein restriktiverer Zinskurs der US-Notenbank die Anleger verunsichern, sorgen diplomatische Signale rund um die Straße von Hormus nun für eine erste Beruhigung. Gleichzeitig zeigt die Reaktion auf starke Quartalszahlen aus dem Chip-Sektor, dass Investoren derzeit extrem sensibel auf zukünftige Ausgabenpläne reagieren.

Zinsen und Geopolitik belasten

Am Donnerstag erlebten die US-Märkte eine hochvolatile Sitzung. Auslöser für anfänglich deutliche Verluste waren Berichte über einen iranischen Angriff auf katarische Flüssiggasanlagen sowie drohende Vergeltungsschläge der USA. Eine späte Erholung setzte erst ein, als Israel Unterstützung bei der Wiedereröffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus signalisierte. Daraufhin fiel der Ölpreis der Sorte WTI wieder in Richtung 94 US-Dollar pro Barrel, was die akuten Stagflationsängste am Markt etwas linderte.

Parallel dazu verdauen die Marktteilnehmer die jüngsten Signale der US-Notenbank. Die Fed beließ den Leitzins bei 3,5 bis 3,75 Prozent. Notenbankchef Jerome Powell verwies auf eine hartnäckige Inflation, und der aktualisierte Zinsausblick signalisiert für den Rest des Jahres 2026 nur noch eine einzige Zinssenkung. Diese restriktivere Haltung dämpft die Risikobereitschaft im zinssensiblen Technologiesektor zusätzlich.

Tech-Sektor unter Beobachtung

Auf Unternehmensebene stand Micron Technology im Zentrum der Aufmerksamkeit. Der Speicherchip-Hersteller übertraf die Erwartungen für das zweite Fiskalquartal 2026 mit einem Rekordumsatz von 23,86 Milliarden US-Dollar und einem Gewinn je Aktie von 12,20 US-Dollar deutlich.

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Dass die Aktie dennoch um 3,8 Prozent nachgab, liegt an den angekündigten Investitionen. Das Management plant für das Jahr 2026 Kapitalausgaben von über 25 Milliarden US-Dollar. Investoren bewerten diese massiven Ausgabenpläne im aktuellen Zinsumfeld kritisch. Auch andere Schwergewichte wie Meta und Nvidia verzeichneten leichte Kursrückgänge, während der Energiesektor, angeführt von Chevron, von der geopolitischen Lage profitierte.

Wichtige Marken im Fokus

Aus charttechnischer Sicht hat sich das Bild eingetrübt. Der Nasdaq 100 durchbrach die untere Begrenzung seines mittelfristigen Aufwärtstrendkanals. Aktuell findet der Index eine wichtige Unterstützung bei 20.000 Punkten, während der Widerstand bei 23.800 Punkten liegt. Auch der breiter gefasste S&P 500 nähert sich seiner 200-Tage-Linie an, was von technischen Analysten genau beobachtet wird.

Für den heutigen Freitagshandel richten Marktteilnehmer ihren Fokus auf konkrete Entwicklungen im Nahen Osten. Neue diplomatische Schlagzeilen zur Straße von Hormus, der Verlauf der Rohöl-Futures sowie offizielle Stellungnahmen aus Washington werden die kurzfristige Richtung der US-Indizes maßgeblich bestimmen.

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