Eine dramatische Eskalation im Nahen Osten schickt Schockwellen durch die globalen Finanzmärkte. Mit einem Ölpreis, der nach der Schließung der Straße von Hormus zeitweise um fast 20 Prozent in die Höhe schoss, wachsen die Sorgen vor einer weltweiten Stagflation. Für den stark zinssensiblen Tech-Sektor bedeutet das höchste Alarmstufe.

Ölpreisschock trifft auf schwachen Arbeitsmarkt

Der Haupttreiber für den massiven Ausverkauf ist die historische Verknappung am Energiemarkt. Nach der Ausweitung des Konflikts mit dem Iran und der Sperrung der strategisch wichtigen Schifffahrtsroute kappten Großproduzenten wie Kuwait und der Irak ihre Förderung drastisch. Das Resultat ist ein extremer Preisanstieg: WTI-Rohöl sprang heute deutlich über die Marke von 100 US-Dollar und zog zeitweise um über 17 US-Dollar pro Barrel an. Täglich sind rund 20 Millionen Barrel der globalen Ölproduktion gefährdet.

Welche Folgen hat das für die US-Wirtschaft? Die Antwort liefert ein brisanter Mix aus steigenden Energiekosten und einem abkühlenden Arbeitsmarkt. Erst im Februar gingen in den USA 92.000 Stellen verloren, während die Arbeitslosenquote auf 4,4 Prozent kletterte. Marktbeobachter fürchten nun ein handfestes Stagflations-Szenario, bei dem das Wachstum einbricht, während die Preise weiter steigen.

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Tech-Werte unter massivem Druck

Für die wachstumsorientierten Unternehmen im Nasdaq 100 ist diese Entwicklung problematisch. Hartnäckig hohe Ölpreise heizen die Inflation an und dürften Zinssenkungen der US-Notenbank Fed bis mindestens Juli 2026 verzögern. Entsprechend kletterte die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen schnell auf rund 4,2 Prozent. Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: Vorbörslich brachen die Terminkontrakte auf den Nasdaq 100 um über 2,3 Prozent ein. Das Volatilitätsbarometer VIX schoss auf über 31 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand seit fast einem Jahr.

Die Verkaufswelle erfasste bereits in der Nacht die asiatischen Märkte, wo der japanische Nikkei 225 zwischenzeitlich um mehr als sieben Prozent einbrach. Auch die europäischen Börsen verzeichnen herbe Verluste. Während Anleger reihenweise aus Tech-Titeln und treibstoffabhängigen Sektoren wie Fluggesellschaften fliehen, rotieren sie in klassische Krisengewinner. Energie- und Rüstungskonzerne verzeichnen vorbörslich deutliche Aufschläge.

Die 200-Tage-Linie als letzte Bastion

Aus charttechnischer Sicht nähert sich der Index einem entscheidenden Wendepunkt. Nachdem der Nasdaq 100 Ende Februar bereits an der 100-Tage-Linie nach unten abprallte, droht heute ein direkter Test der langfristig wichtigen 200-Tage-Linie bei etwa 24.106 Punkten. Fällt der Index nachhaltig unter diese Marke, könnte das weitere automatisierte Verkäufe großer institutioneller Investoren auslösen, da das Absichern von Positionen durch den hohen VIX-Stand zunehmend teurer wird.

Die weitere Richtung für den Rest der Woche wird maßgeblich von frischen Wirtschaftsdaten abhängen. Am Mittwoch und Donnerstag stehen mit den neuen US-Verbraucher- und Erzeugerpreisen entscheidende Inflationsdaten an, die zeigen werden, wie stark der Ölpreisschock bereits in die breite Wirtschaft durchschlägt. Zudem gewährt Hewlett Packard Enterprise heute nach Handelsschluss mit seinen Quartalszahlen einen direkten Einblick in die aktuelle operative Verfassung des Tech-Sektors.

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