Mutares schließt Übernahme in den USA ab und baut die Präsenz auf dem nordamerikanischen Markt aus. Der Münchner Beteiligungskonzern vollzog am 2. Januar 2026 den Kauf von Greer Steel – ein Stahlspezialist aus Ohio mit direktem Draht zur US-Automobilindustrie. Zeitgleich trennt sich das Unternehmen von einer italienischen Beteiligung. Was steckt hinter der Portfolio-Rotation?

Greer Steel: Einstieg in den US-Stahlmarkt

Das übernommene Unternehmen aus Dover, Ohio, ist auf kaltgewalzten Bandstahl spezialisiert und liefert jährlich über 18.000 Tonnen Material aus. Besonders interessant für Mutares:

  • 60 % Automotive-Umsatz: Direkter Zugang zu US-Autoherstellern
  • Technisches Know-how: Spezialisierung auf maßgeschneiderte Stahllösungen
  • Synergiepotenzial: Cross-Selling mit bestehenden Automotive-Beteiligungen im Mutares-Netzwerk

Der Münchner Konzern plant nun die typische operative Neuausrichtung: ERP-Systeme werden getrennt, Lagerbestände optimiert, Prozesse verschlankt. Ziel ist die Steigerung der Profitabilität durch konsequentes Restrukturieren.

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Paralleler Exit in Italien

Nur drei Tage vor Jahresende hatte Mutares den Verkauf von Conexus angekündigt. Der italienische Anbieter für Energieinfrastruktur-Dienstleistungen (Umsatz circa 104 Millionen Euro, EBITDA rund 8 Millionen Euro) geht an ATS. Das Closing ist für Q1 2026 geplant.

Die zeitliche Nähe beider Transaktionen zeigt das Tempo der Portfolio-Rotation: Während in Europa Gewinne realisiert werden, fließt Kapital in neue geografische Märkte. Die USA bieten Mutares Zugang zu einem stabilen Industriemarkt und verringern die Abhängigkeit vom europäischen Konjunkturzyklus.

Chancen und Risiken der Strategie

Die hohe Automotive-Exposition bei Greer Steel schneidet beidseitig. Einerseits profitiert das Unternehmen von der industriellen Stärke der US-Automobilbranche. Andererseits bedeutet diese Konzentration zyklische Abhängigkeit – ein Faktor, den Analysten in den kommenden Quartalen genau beobachten werden.

Die Aktie schloss am Freitag bei 29,85 Euro und notiert damit knapp über dem gleitenden 50-Tage-Durchschnitt. Nach den regulatorischen Turbulenzen im Sommer 2025 könnte der erfolgreiche Deal-Flow das Vertrauen in die operative Exzellenz stabilisieren. Entscheidend wird sein, ob Mutares weitere Add-on-Akquisitionen in Nordamerika folgen lässt, um die neue Plattform zu skalieren.

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