Mutares demonstriert erneut sein Geschäftsmodell im Härtetest: Während die Stahlbranche ächzt, verkauft der Private-Equity-Spezialist Teile seines Portfolio-Unternehmens Buderus Edelstahl an die GMH Gruppe. Doch kann dieser strategische Coup die Aktie aus ihrem Abwärtstrend befreien?

Teilverkauf als Rettungsanker

Der Deal ist clever strukturiert: Die Geschäftsbereiche Warmwalzwerk und mechanische Bearbeitung gehen an die GMH Gruppe, wodurch etwa 670 Arbeitsplätze in Wetzlar gesichert werden. Die Schmiedesparte verbleibt innerhalb der Mutares-Familie und wird an die FerrAl United Group übertragen.

Johannes Laumann, CIO von Mutares, betont die Geschwindigkeit der Transformation: "Seit der Übernahme im Februar 2025 hat unser Team vor Ort in sehr kurzer Zeit erfolgreich erste Restrukturierungsmaßnahmen umgesetzt." Für die verbleibende Sparte, die unter den schwierigen Marktbedingungen leidet, ist jedoch die endgültige Stilllegung im vierten Quartal geplant.

Mutares' Aktivität bleibt hoch

Die Buderus-Transaktion ist kein Einzelfall. Erst Mitte August hatte Mutares die Kran-Sparte von Hyva übernommen – eine strategische Plattform-Akquisition im Segment Goods & Services mit etwa 100 Millionen Euro Umsatz. Diese aktive Portfoliosteuerung gehört zur DNA des Unternehmens.

Die jüngsten Halbjahreszahlen untermauern die Strategie:
- Holding-Nettoertrag: +32% auf knapp 70 Millionen Euro
- Konzernumsatz: +19% auf 3,1 Milliarden Euro
- EBITDA: Deutlicher Anstieg auf 598,2 Millionen Euro

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Das Management bestätigte nicht nur die Prognose für 2025, sondern kündigte für die verbleibenden Monate verstärkte Exit-Aktivitäten an – was zusätzliche Erträge bringen könnte.

Die Aktie: Zwischen Hoffnung und Realität

Trotz der operativen Erfolge zeigt die Mutares-Aktie ein zwiespältiges Bild: Zwar legte sie heute um 2,12% auf 28,85 Euro zu, doch vom 52-Wochen-Hoch bei 46 Euro fehlen noch satte 37%. Die Volatilität bleibt mit 45% extrem hoch, was die Nervosität der Anleger widerspiegelt.

Kann die aktuelle Transaktion den Turnaround einläuten? Die strukturellen Probleme der Stahlindustrie werden sich nicht über Nacht auflösen. Doch Mutares beweist einmal mehr, dass es auch in schwierigen Märkten wertschaffende Lösungen findet.

Die entscheidende Frage für Anleger: Reicht das operative Geschick, um den Aktienkurs nachhaltig zu drehen? Die nächsten Exits werden es zeigen.

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