Mutares hat die größte Übernahme der Firmengeschichte vollzogen – und der Markt reagiert euphorisch. Die Münchner Beteiligungsgesellschaft schluckt das Engineering-Thermoplastics-Geschäft von SABIC für 450 Millionen US-Dollar. Mit einem Jahresumsatz von 2,5 Milliarden Dollar katapultiert dieser Deal das Unternehmen in eine neue Dimension.

Die wichtigsten Fakten zur SABIC-Übernahme:
* Umsatzvolumen: 2,5 Milliarden US-Dollar – größte Akquisition in der Mutares-Historie
* Kaufpreis: 450 Millionen Dollar Enterprise Value (nur 0,18x EV/Umsatz)
* Neues Segment: Etablierung des Bereichs "Chemicals & Materials"
* Geografie: 66% Amerika, 34% Europa – deutlich breitere Aufstellung
* Timing: Abschluss für zweite Jahreshälfte 2026 geplant

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Mutares?

Die Aktie kletterte am Freitag um 3,76 Prozent auf 33,10 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 11 Prozent zu Buche. Warburg Research schraubte das Kursziel umgehend von 43 auf 46 Euro nach oben und bestätigte die Kaufempfehlung.

Parallele Exit-Erfolge stützen das Geschäftsmodell

Während Mutares expandiert, läuft das Exit-Geschäft weiter auf Hochtouren. Der Verkauf des Aluminium-Spezialisten Kalzip (Umsatz rund 75 Millionen Euro) an Tremco Construction Products wurde ebenfalls unterzeichnet. Das Closing ist für das zweite Quartal geplant. Anfang Januar hatte Mutares bereits die Übernahme von Greer Steel in den USA final abgeschlossen.

Diese Kombination aus großvolumigen Zukäufen und erfolgreichen Exits demonstriert die operative Stärke des Geschäftsmodells: Komplexe Carve-outs aus Konzernen übernehmen, operativ verbessern und mit Gewinn weiterverkaufen.

Was Analysten zur neuen Dimension sagen

Die Bewertung des SABIC-Deals überzeugt die Experten. Mit einem Multiplikator von lediglich 0,18x EV/Umsatz sehen Analysten erhebliches Wertsteigerungspotenzial. Zum Vergleich: Typische Industriebewertungen liegen deutlich höher. Gelingt Mutares die operative Sanierung und Optimierung, dürfte sich der Wert des Geschäfts vervielfachen.

Die geographische Diversifizierung mit zwei Dritteln Nordamerika-Anteil reduziert zudem die Abhängigkeit vom europäischen Markt. Dass ein Global Player wie SABIC als Verkäufer auftritt, validiert Mutares als verlässlichen Partner für komplexe Konzern-Trennungen.

Integration entscheidet über Kurspotenzial

Der Geschäftsbericht für 2025 wird am 28. April erwartet und dürfte weitere Details zu Exit-Erlösen liefern. Die entscheidende Frage bleibt jedoch die Integration: Kann das Management eine Akquisition dieser Größenordnung effizient einbinden und die versprochenen Synergien heben?

Die Transaktion verändert die Umsatzstruktur des Konzerns fundamental. Mit dem neuen Segment "Chemicals & Materials" betritt Mutares komplett neues Terrain. Der Abschluss in der zweiten Jahreshälfte 2026 gibt dem Management Zeit – doch die Erwartungen sind entsprechend hoch gesetzt.

Mutares-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Mutares-Analyse vom 12. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Mutares-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Mutares-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Mutares: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...