Barclays senkt das Kursziel für die Münchener Rück von 625 auf 616 Euro – hält aber an der Kaufempfehlung fest. Was steckt hinter der Anpassung? Und wie positioniert sich der Rückversicherungsriese nach einem schadenreichen Jahr mit Katastrophenschäden von über 100 Milliarden Dollar?

Analyst passt Modell vor Quartalszahlen an

Barclays-Analyst Ivan Bokhmat hat seine Bewertung vor dem anstehenden Quartalsbericht für Q4 2025 überarbeitet. Die Kernpunkte:

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Münchener Rück?

  • Kursziel: Von 625 auf 616 Euro reduziert
  • Rating: "Overweight" bleibt bestehen
  • Katastrophenschäden Q4: Über dem niedrigen Niveau von Q2/Q3, aber deutlich unter Budget
  • Aktienrückkäufe 2026: Geringerer Umfang als zuvor angenommen

Die Senkung reflektiert laut Bokhmat konservativere Annahmen zum Rückkaufvolumen im laufenden Jahr. Von den Quartalszahlen selbst erwartet der Analyst keine besonderen Impulse.

ERGO integriert US-Zukauf vollständig

Die digitale US-Tochter NEXT Insurance firmiert ab sofort als ERGO NEXT Insurance. Damit schließt die ERGO die Integration des im Juli 2025 für 2,6 Milliarden Dollar übernommenen Versicherers auch nach außen hin ab.

ERGO NEXT bedient über 750.000 kleine und mittelständische Unternehmen in den USA. Die Kombination aus digitaler Plattform-Expertise und der Finanzkraft der Münchener Rück soll das Wachstum in diesem Segment beschleunigen.

108 Milliarden Dollar versicherte Schäden

Die Münchener Rück bezifferte die weltweiten versicherten Naturkatastrophenschäden 2025 auf 108 Milliarden Dollar. Die Gesamtschäden beliefen sich auf 224 Milliarden Dollar. Teuerster Einzelfall: Die Waldbrände in Los Angeles mit 40 Milliarden Dollar versicherter Schadenslast.

Vorstandsmitglied Thomas Blunck verwies auf die wachsende Bedeutung von Sekundärrisiken wie Waldbränden und Unwettern. Trotz ausgebliebener Hurrikan-Landgänge blieben die USA der größte Schadensmarkt.

Ambitionierte Ziele bis 2030

Die "Ambition 2030"-Strategie sieht eine Eigenkapitalrendite von über 18 Prozent vor. Der Gewinn je Aktie soll jährlich um mehr als acht Prozent steigen, bei einer Ausschüttungsquote von über 80 Prozent.

Für 2026 peilt der Konzern 6,3 Milliarden Euro Nettogewinn an – fünf Prozent mehr als die Guidance für 2025. Die Versicherungserlöse sollen auf 64 Milliarden Euro klettern. Die Solvenzquote will der Rückversicherer weiterhin über 200 Prozent halten.

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