Der iShares MSCI World ETF (URTH) bietet Zugang zu Aktien entwickelter Märkte weltweit, ist aber stark von wenigen großen US-Tech-Werten geprägt. Diese Ausrichtung hat die jüngste Entwicklung befeuert, erhöht aber zugleich das Klumpenrisiko. Spannend ist dabei vor allem die Frage, wie stark künstliche Intelligenz und die globale Konjunktur den Fonds weiter antreiben können.

Struktur und Schwerpunkte im Portfolio

URTH bildet den MSCI World Index nach und setzt auf große und mittelgroße Standardwerte aus entwickelten Ländern. Ende Januar verwaltete der ETF rund 7 Milliarden US-Dollar.

Die Portfoliostruktur ist klar technologie- und USA-lastig. Mehr als 70 % des Fondsvolumens entfallen auf US-Aktien, die Top-Positionen dominieren Werte aus dem IT-Sektor. Die größten Titel beeinflussen damit die Gesamtrendite überproportional.

Top 10 Positionen (Stand Januar 2026):

  • NVIDIA: 5,40 %
  • Apple: 4,35 %
  • Microsoft: 3,89 %
  • Amazon: 2,72 %
  • Alphabet A: 2,26 %
  • Alphabet C: 1,90 %
  • Broadcom: 1,70 %
  • Meta Platforms A: 1,69 %
  • Tesla: 1,50 %
  • Eli Lilly: 1,01 %

Neben Technologie sind auch Finanzwerte, Gesundheitsunternehmen und Konsumtitel vertreten. Außerhalb der USA liegt der Schwerpunkt auf Japan, dem Vereinigten Königreich und Kanada, allerdings mit deutlich geringeren Gewichten.

Die starke Konzentration auf einige wenige US-Tech-Giganten ist damit der zentrale Treiber – und zugleich der wichtigste Risikofaktor im Fonds.

Entwicklung und Kennzahlen

Die jüngste Wertentwicklung spiegelt die robuste Phase an den Aktienmärkten wider, getragen insbesondere von den Schwergewichten im Technologie-Segment.

Renditen (Stand Januar 2026):

  • 1 Monat: +2,54 %
  • 3 Monate: +5,21 %
  • seit Jahresbeginn: +2,01 %

Der ETF kommt auf eine Gesamtkostenquote von 0,24 % pro Jahr. Ausschüttungen erfolgen zweimal jährlich, die Dividendenrendite auf 12-Monats-Sicht liegt bei 1,45 %. Handelsvolumen und Mittelzuflüsse deuten auf eine solide Liquidität hin.

Die Abbildung des Referenzindex MSCI World gelingt eng am Benchmark, was zur Strategie des Fonds passt.

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Wettbewerb und Positionierung

URTH tritt gegen eine Reihe globaler und internationaler Aktien-ETFs an. Auffällig ist im Vergleich die hohe USA-Quote und der Tech-Schwerpunkt.

Ausgewählte Vergleichsdaten:

  • URTH (MSCI World, inkl. USA)
  • Kostenquote: 0,24 %
  • AUM: ca. 7,0 Mrd. USD
  • 1-Jahres-Rendite: ca. 23,1 % (Stichtag 9. Januar 2026)

  • Vanguard FTSE Developed Markets ETF (VEA, ex USA)

  • Kostenquote: 0,05 %
  • 1-Jahres-Rendite: ca. 36,0 % (Stichtag 24. Januar 2026)
  • Anlageschwerpunkt: entwickelte Märkte ohne USA

  • Schwab International Equity ETF (SCHF, ex USA)

  • Kostenquote: 0,06 %
  • 1-Jahres-Rendite: ca. 34,9 % (Stichtag 24. Januar 2026)
  • Anlageschwerpunkt: entwickelte Märkte ohne USA

  • iShares MSCI ACWI ex US ETF (ACWX, inkl. Emerging Markets, ex USA)

  • Kostenquote: 0,32 %
  • AUM: ca. 7,87 Mrd. USD
  • 1-Jahres-Rendite: ca. 35,9 % (Stichtag 9. Januar 2026)
  • Anlageschwerpunkt: entwickelte und Schwellenländer, jeweils ohne USA

VEA, SCHF und ACWX setzen bewusst auf Märkte außerhalb der USA und werden häufig genutzt, um US-lastige Depots zu ergänzen. URTH bleibt dagegen ein klassischer „Welt-ETF“, in dem die USA und insbesondere US-Technologie den Ton angeben.

Faktoren für die nächsten Monate

In den kommenden Monaten dürften mehrere Punkte für URTH wichtig bleiben:

  • Indexanpassungen: Die regelmäßigen Überprüfungen und Neugewichtungen der MSCI-Indizes können die Zusammensetzung des ETFs verändern. Entsprechende Ankündigungstermine sind für die weitere Struktur des Portfolios relevant.
  • Neue Derivate auf MSCI-Indizes: Die geplante Einführung von MSCI-Indexoptionen an der New York Stock Exchange Anfang 2026 eröffnet zusätzliche Absicherungs- und Handelsstrategien auf Indexbasis, was die Marktmechanik rund um die zugrunde liegenden Indizes beeinflussen kann.
  • Künstliche Intelligenz: Viele der größten Positionen im ETF profitieren direkt oder indirekt vom Ausbau von KI-Anwendungen. Dieser Trend wirkt klar unterstützend, geht aber mit zum Teil hohen Bewertungen der betreffenden Tech-Unternehmen einher.
  • Technisches Bild: Der ETF bewegt sich in einem ausgeprägten Aufwärtstrend. Gleitende Durchschnitte fungieren dabei als wichtige Unterstützungszonen für den Fall von Rücksetzern.
  • Makroumfeld: Geldpolitik der Notenbanken und die globale Wachstumslage bleiben zentrale Einflussfaktoren für die Wertentwicklung entwickelter Aktienmärkte – und damit für URTH.

Am Ende steht URTH damit für ein breit aufgestelltes, aber deutlich USA- und Tech-orientiertes Weltportfolio, dessen weitere Entwicklung vor allem von den großen US-Schwergewichten, dem KI-Boom und der internationalen Konjunktur abhängt.

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