MSCI World ETF: Digitalisierung vorangetrieben
Der iShares MSCI World ETF (URTH) verspricht Anlegern eigentlich einen breiten Zugang zu den entwickelten Weltmärkten. Doch der Schein trügt: Statt weiter Streuung diktieren derzeit wenige US-Technologiekonzerne die Richtung des Fonds. Profitieren Investoren von dieser Dynamik oder wächst hier ein gefährliches Klumpenrisiko heran?
Tech-Sektor als Motor
Die treibende Kraft hinter der jüngsten Performance ist eindeutig die anhaltende Stärke des Technologiesektors. Während das globale Wirtschaftswachstum ein gemischtes Bild abgibt, sorgen massive Investitionen in Künstliche Intelligenz für Kursfantasie. Diese Konzentration ist aktuell der wichtigste Renditetreiber, macht den ETF jedoch anfällig für Stimmungsschwankungen im Silicon Valley.
Ein Blick in das Portfolio offenbart die enorme US-Lastigkeit. Regionen wie Japan oder Großbritannien spielen nur eine untergeordnete Rolle. Sektor-seitig dominiert die Informationstechnologie mit über 26 Prozent, gefolgt von Finanzwerten und Industrie.
Abhängigkeit von Nvidia und Co.
Besonders deutlich wird die Unwucht bei den Top-Positionen. Die zehn größten Werte sind fast ausschließlich US-Tech- und Kommunikationsriesen:
- Nvidia führt die Liste mit 5,20 % Gewichtung an.
- Apple (4,40 %) und Microsoft (3,86 %) folgen dicht dahinter.
- Auch Amazon, Alphabet und Meta nehmen signifikanten Raum ein.
Diese "Magnificent Seven" und Gesundheitswerte wie Eli Lilly bestimmen maßgeblich die täglichen Schwankungen des gesamten Fonds.
Performance und Wettbewerb
Die Strategie zahlt sich bisher aus: Seit Jahresbeginn steht ein Plus von rund 2,01 Prozent zu Buche, auf Drei-Monats-Sicht sind es über 5,21 Prozent. Dennoch sollten Anleger die Kostenstruktur prüfen. Mit einer Kostenquote von 0,24 Prozent ist der URTH teurer als vergleichbare Produkte von Xtrackers (0,12 %) oder die Core-Variante von iShares selbst. Da alle den gleichen Index abbilden, ist die Gebührenstruktur ein entscheidender Faktor für die langfristige Rendite.
Kurzfristig richten sich die Blicke auf das jüngste 52-Wochen-Hoch, das nun als technischer Widerstand fungiert. Entscheidend für den weiteren Kursverlauf bleibt, ob die hohen Bewertungen der US-Tech-Werte durch kommende Gewinne gerechtfertigt werden können.
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