Führende Finanzinstitue bewerten die Lage bei MP Materials völlig neu. Der Grund ist ein radikaler Strategiewechsel: Das Unternehmen richtet sich geopolitisch neu aus und kappt alte Verbindungen. Analysten wittern nun eine massive Chance für Anleger, die bereit sind, durch die kurzfristigen Turbulenzen zu blicken. Bietet der jüngste Abverkauf den perfekten Einstieg?

Analysten sehen Kaufchance

Zwei Schwergewichte der Finanzwelt haben ihre Prognosen überarbeitet. BMO Capital Markets stufte die Aktie am vergangenen Donnerstag (28. November) auf "Outperform" (Kaufen) hoch und legte ein Kursziel von 75 US-Dollar fest. Die Begründung ist eindeutig: Der jüngste Ausverkauf hat die Bewertung auf ein attraktives Niveau gedrückt. Zudem sei die Lieferkette des Unternehmens nun deutlich risikoärmer aufgestellt.

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Auch die Bank of America bleibt optimistisch. Zwar senkten die Strategen ihr Kursziel Anfang der Woche von 112 auf 94 US-Dollar, bestätigten jedoch ihre Kaufempfehlung ("Buy"). Die Anpassung spiegelt lediglich kurzfristige Gewinnerwartungen wider, ändert aber nichts am Vertrauen in den langfristigen Kurs des Unternehmens.

Strategische Allianz gegen China

Der eigentliche Kurstreiber ist jedoch eine fundamentale Entscheidung vom 19. November. MP Materials hat eine definitive Vereinbarung mit der Saudi Arabian Mining Company (Ma’aden) und dem US-Kriegsministerium (Department of War - DoW) unterzeichnet. Gemeinsam soll eine Raffinerie für Seltene Erden in Saudi-Arabien errichtet werden.

Was bedeutet dieser Deal konkret?
* Klare Machtverhältnisse: Ma’aden hält die Mehrheit von mindestens 51 %, während sich MP Materials und das US-DoW die verbleibenden 49 % teilen.
* Unabhängigkeit: Die Anlage verarbeitet Rohstoffe aus Mountain Pass und globalen Quellen, um die Abhängigkeit von chinesischen Verarbeitungskapazitäten zu brechen.
* Risikofreie Finanzierung: Die US-Regierung stellt eine regresslose Finanzierung für den US-Anteil bereit, was den Kapitalbedarf für MP Materials auf ein Minimum reduziert.

Q3-Zahlen: Der Preis der Freiheit

Während die strategische Vision überzeugt, zeigten die Quartalszahlen vom 6. November die finanziellen Schmerzen dieser Transformation. Der Umsatz fiel im dritten Quartal um rund 15 % auf 53,55 Millionen US-Dollar.

Verantwortlich für diesen Rückgang ist primär der Stopp der Verkäufe von Seltenerd-Konzentraten nach China – ein direkter Auftrag der US-Regierung. Die Folge war ein Nettoverlust von 41,8 Millionen US-Dollar. Operativ läuft der Motor jedoch auf Hochtouren: Mit einer Rekordproduktion von 721 Tonnen Neodym-Praseodym (NdPr) beweist das Werk in Mountain Pass seine Effizienz eindrucksvoll.

Apple und Regierung an Bord

Weitsichtige Investoren ignorieren die momentane Umsatzdelle und fokussieren sich auf die gewaltigen Kapitalzusagen dieses Jahres.
Bereits im Juli sicherte sich MP Materials einen 500-Millionen-Dollar-Vertrag mit Apple. Ab 2027 liefert das Unternehmen recycelte Seltenerd-Magnete für Apple-Geräte, was die kommerzielle Zukunft langfristig absichert.

Zudem ist der Staat nun tief involviert: Das US-Kriegsministerium (ehemals DoD) investierte im Juli über 400 Millionen US-Dollar, um den Bau der "10X"-Magnetfertigungsanlage in Texas zu beschleunigen.

Die Aktie, die am Donnerstag bei 61,95 US-Dollar schloss, befindet sich in einem kritischen Übergangsjahr. Der Markt beginnt jedoch, den Erfolg der "Mine-to-Magnet"-Strategie einzupreisen. Mit der Rückendeckung durch den Verteidigungssektor und Apple verfügt MP Materials über eine Bilanzsicherheit, die im Minensektor ihresgleichen sucht.

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