MP Materials startet mit widersprüchlichen Signalen ins Jahr 2026. Nach einem Rückgang von rund 41 % vom Jahreshoch und einem Jahresausklang bei 50,52 US‑Dollar rückt nun eine Kombination aus Rating-Aufstufung, Preisgarantie für Seltene Erden und auffälligen Insider- sowie Institutionellen-Transaktionen in den Fokus. Entscheidend ist dabei, ob der geplante Weg zurück zur Profitabilität aufgeht.

Aufstufung und Profitabilitätsplan

Am 31. Dezember wurde die Aktie auf Seeking Alpha auf „Buy“ hochgestuft. Die Einstufung stützt sich auf eine technisch erkennbare Bodenbildung und einen klar definierten fundamentalen Treiber: eine zehnjährige Preisgarantie für Neodym-Praseodym (NdPr).

Seit Oktober 2025 sichert eine Vereinbarung einen Mindestpreis von 110 US‑Dollar je Kilogramm NdPr-Oxid. Diese Untergrenze soll die Erlöse stabilisieren und laut Management ab dem vierten Quartal 2025 die Rückkehr in die Gewinnzone ermöglichen.

Analysten rechnen auf dieser Basis langfristig mit einer bereinigten EBITDA-Marge von rund 61,3 %. Rückenwind kommt dabei von der vertikal integrierten Produktion am Standort Mountain Pass in Kalifornien, die Abbau und Verarbeitung bündelt.

Kernpunkte:

  • Zehnjährige Preisuntergrenze für NdPr-Oxid bei 110 US‑Dollar/kg
  • Erwarteter Profitabilitätsbeginn ab Q4 2025
  • Langfristig angepeilte EBITDA-Marge: ca. 61,3 %

Insiderverkäufe vs. Institutionelles Interesse

Parallel dazu zeigt sich ein deutlicher Gegensatz zwischen Insideraktivität und institutionellem Kapitalzufluss.

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Auf der einen Seite stieg im dritten Quartal 2025 Calamos Advisors LLC neu ein und erwarb 249.388 Aktien im Wert von rund 16,73 Mio. US‑Dollar. Auf der anderen Seite kam es im Dezember zu größeren Verkäufen aus dem Top-Management:

  • Am 5. Dezember veräußerte CEO James H. Litinsky 385.000 Aktien für etwa 24,23 Mio. US‑Dollar.
  • Am 9. Dezember folgte CFO Ryan Corbett mit dem Verkauf von 38.146 Aktien.

Insgesamt trennten sich Insider in den vergangenen 90 Tagen von 691.557 Aktien im Gegenwert von 43,54 Mio. US‑Dollar. Dennoch halten sie weiterhin 12,6 % am Unternehmen. Für Anleger ergeben sich damit gegensätzliche Signale: institutioneller Aufbau auf der einen und bedeutsame Insiderverkäufe auf der anderen Seite, bei anhaltend hoher Eigenbeteiligung des Managements.

Rekordproduktion trifft auf rückläufige Erlöse

Operativ steigert MP Materials seine Leistung deutlich. Im dritten Quartal 2025 erreichte das Unternehmen mit 721 Tonnen NdPr-Oxid ein Rekordniveau, ein Plus von 51 % im Jahresvergleich.

Trotz dieser höheren Produktion sanken die Erlöse im gleichen Zeitraum um 14,9 % auf 53,55 Mio. US‑Dollar. Hauptgrund waren niedrigere Marktpreise vor Einführung der neuen Preisuntergrenze. Das Ergebnis je Aktie lag bei –0,10 US‑Dollar und damit besser als die von Analysten erwarteten –0,15 US‑Dollar. Die Zahlen zeigen damit zugleich Druck auf der Umsatzseite und eine gewisse Widerstandsfähigkeit gegenüber den Schätzungen.

Analystenziele und Bewertungsspielraum

An der Wall Street bleibt der Konsens für die Aktie positiv. Zum Jahresende 2025 lag die Einstufung bei „Moderate Buy“ auf Basis von 15 Einschätzungen, davon 14 mit „Buy“ und eine mit „Sell“.

Die Kursziele im Überblick:

  • Durchschnittliches Kursziel: 78,91 US‑Dollar
  • Hoch: 112,00 US‑Dollar
  • Tief: 69,00 US‑Dollar
  • Implizites Aufwärtspotenzial zum aktuellen Niveau: rund 56 %

Beim aktuellen Kurs um 50,50 US‑Dollar signalisiert selbst das niedrigste Kursziel aus Analystensicht einen spürbaren Spielraum nach oben. Dieses Potenzial hängt jedoch maßgeblich davon ab, ob die angekündigte Rückkehr zur Profitabilität ab Ende 2025 tatsächlich gelingt und die neue Preisstruktur für NdPr greift.

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