Kurz vor den wichtigen Quartalszahlen wächst die Nervosität bei Microsoft-Anlegern. Gleich mehrere Analystenhäuser kürzten ihre Kursziele, doch besonders Aussagen von CEO Satya Nadella auf dem Weltwirtschaftsforum ließen aufhorchen. Er warnte offen vor den Risiken einer KI-Blase, sollte die Technologie nicht breiteren Einzug in die Wirtschaft halten.

Analysten streichen Kursziele zusammen

Ein wesentlicher Treiber für den jüngsten Kursrückgang war eine Neubewertung durch Rothschild & Co Redburn. Die Experten senkten ihr Kursziel deutlich von 500 auf 450 US-Dollar und liegen damit kaum noch über dem aktuellen Kursniveau. Am Mittwoch schloss die Aktie bei 439,65 US-Dollar, was die verhaltene Stimmung am Markt unterstreicht.

Auch andere Investmentbanken wie TD Cowen, Citigroup und Mizuho haben ihre Ziele in den letzten Tagen nach unten korrigiert. Der Tenor ist ähnlich: Es bestehen Sorgen um Kapazitätsengpässe bei der Cloud-Sparte Azure. Analysten befürchten, dass Microsofts Wachstum kurzfristig gedeckelt sein könnte, weil die nötige Infrastruktur nicht schnell genug bereitgestellt werden kann, um die enorme KI-Nachfrage zu bedienen.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Microsoft?

Nadella warnt vor einseitigem Wachstum

Zusätzliche Verunsicherung brachten die Kommentare von Satya Nadella in Davos. Im Gespräch mit BlackRock-Chef Larry Fink betonte der Microsoft-CEO, dass der aktuelle KI-Boom stark von den massiven Investitionen (CapEx) der Tech-Konzerne selbst getrieben sei.

Nadella machte deutlich, dass dies allein kein nachhaltiges Modell sei. Ein echtes Warnsignal für eine Blase wäre es, wenn sich die Diskussion nur auf die Technologieanbieter beschränke, so der CEO. Damit die Rechnung aufgeht, müsse die KI-Nutzung die Gewinne in der breiten Wirtschaft treiben und nicht nur die Bilanzen der Infrastruktur-Hersteller belasten.

Zahlen im Fokus

Die Skepsis spiegelt sich im Chart wider: Auf Sicht von 30 Tagen hat das Papier rund 9,7 Prozent an Wert verloren und notiert mittlerweile unter dem 200-Tage-Durchschnitt. Der Markt preist hier offensichtlich Risiken ein, insbesondere die hohen Kosten für die OpenAI-Partnerschaft und den teuren Rechenzentrums-Ausbau.

Ausblick: Der 28. Januar entscheidet

Die Richtungsentscheidung dürfte am 28. Januar fallen, wenn Microsoft die Bücher für das zweite Geschäftsquartal öffnet. Analysten erwarten einen Umsatzanstieg von 15 Prozent und ein Gewinnwachstum von fast 20 Prozent. Entscheidend wird jedoch der Ausblick sein: Anleger wollen sehen, dass sich die Milliarden-Investitionen in beschleunigtes Azure-Wachstum übersetzen und die Margen trotz hoher Ausgaben stabil bleiben.

Microsoft-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Microsoft-Analyse vom 22. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Microsoft-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Microsoft-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Microsoft: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...