Microsoft Aktie: Starke Basis
Microsoft setzt seine Aktionäre weiter konsequent an die erste Stelle. Während der Konzern Milliarden in Cloud-Infrastruktur und Künstliche Intelligenz steckt, fließt gleichzeitig so viel Geld wie bei keinem anderen S&P-500-Unternehmen an die Anteilseigner zurück. Die zentrale Frage lautet: Wie schafft es Microsoft, Rekordinvestitionen und üppige Ausschüttungen zu verbinden, ohne unter Druck zu geraten?
Rekorddividenden und Rückkäufe
Im Geschäftsjahr 2025 hat Microsoft 24,08 Milliarden US‑Dollar nur für Dividenden ausgegeben – mehr als klassische Dividendenriesen wie ExxonMobil, Chevron, Johnson & Johnson oder Verizon. Damit setzt sich der Tech-Konzern klar von vielen seiner „Magnificent Seven“-Peers ab, die stärker auf reines Wachstum setzen.
Wichtige Kennzahlen zur Ausschüttungspolitik im Überblick:
- Dividendenausgaben 2025: 24,08 Mrd. US‑Dollar
- Aktienrückkäufe 2025: 18,42 Mrd. US‑Dollar
- Ununterbrochene jährliche Dividendenerhöhungen: 16 Jahre
- Dividendenerhöhung im September 2025: 10 %
- Aktuelle Dividendenrendite: rund 0,7 %
Zuletzt hat Microsoft eine Quartalsdividende von 0,91 US‑Dollar je Aktie angekündigt, zahlbar am 12. März 2026 für Aktionäre, die am 19. Februar 2026 im Register stehen. Die Kombination aus Dividenden und Rückkäufen untermauert die Rolle des Konzerns als verlässlicher Cash-Generator.
AI-Offensive ohne Cashflow-Stress
Anders als einige Wettbewerber steigert Microsoft seine Investitionen in KI‑Infrastruktur, ohne den freien Cashflow spürbar zu belasten. Der Konzern schafft es, sowohl die Investitionsausgaben als auch den operativen Cashflow gleichzeitig zu erhöhen – ein Hinweis auf hohe Effizienz und Pricing-Power in den Kernbereichen.
Die Zahlen aus dem Cloud-Geschäft zeigen, warum dieses Modell bislang aufgeht:
- Azure-Umsatzwachstum 2025: 34 %
- Umsatz mit „Microsoft Cloud“: 168,9 Mrd. US‑Dollar (+23 % gegenüber dem Vorjahr)
Trotz hoher Infrastrukturkosten legt die Sparte „Intelligent Cloud“ bei den Margen deutlich zu. Damit finanziert sich ein Teil der KI-Offensive faktisch aus dem eigenen Wachstum.
Breite KI-Partnerschaften
Strategisch setzt Microsoft auf mehrere KI-Plattformen. Der 27‑prozentige Anteil an OpenAI verschafft dem Unternehmen eine starke Position im Bereich generativer KI. Gleichzeitig wurde eine Kooperation mit Anthropic vereinbart, um dessen Claude‑Modelle auf Azure‑Servern mit Nvidia‑Chips zu skalieren.
Diese Mehrgleisigkeit reduziert die Abhängigkeit von einem einzelnen Partner und eröffnet zusätzliche Ansätze, KI‑Dienste zu monetarisieren – sowohl über Cloud-Rechenleistung als auch über integrierte Anwendungen in bestehenden Produkten wie Microsoft 365.
Starkes Geschäftsjahr 2025
Operativ lieferte Microsoft im Geschäftsjahr 2025 das achte Quartal in Folge Ergebnisse über den Markterwartungen. Die wichtigsten Eckdaten:
- Umsatz: 281,72 Mrd. US‑Dollar (+15,6 %)
- Nettogewinn: 101,83 Mrd. US‑Dollar
- Gewinn je Aktie (EPS): 13,64 US‑Dollar
- Operative Marge: knapp 49 %
- Free-Cashflow-Marge: 26,6 %
Das Segment „Productivity and Business Processes“ steigert den Umsatz um 13 %. Microsoft 365 Commercial wächst beim Cloud-Umsatz um 15 %, die Zahl der Nutzerlizenzen („Seats“) legt um 6 % zu. Das zeigt, dass das Wachstum nicht nur aus Preiserhöhungen, sondern auch aus einer breiteren Kundenbasis stammt.
Bewertung, Marktposition und Kursbild
Mit einer Marktkapitalisierung von rund 3,6 Billionen US‑Dollar gehört Microsoft zu den wertvollsten Unternehmen weltweit. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt mit etwa 34,6 leicht über dem S&P‑500‑Durchschnitt von 31 – ein Bewertungsaufschlag, der durch das stabile Wachstum und die hohen Margen gestützt wird.
Analysten sehen auf Sicht von zwölf Monaten im Mittel ein Kursziel von 622,51 US‑Dollar, die optimistischsten Schätzungen reichen bis 730 US‑Dollar. Die Spanne der letzten zwölf Monate zwischen 344,79 und 555,45 US‑Dollar unterstreicht, dass die Aktie 2025 trotz der robusten fundamentalen Entwicklung nicht frei von Schwankungen war. Vom April-Tief aus betrachtet legte der Kurs um mehr als 40 % zu.
Im europäischen Handel spiegelt sich diese solide, aber nicht überzogene Entwicklung wider: Auf Wochensicht liegt die Aktie moderat im Plus, während sie auf Zwölfmonatssicht leicht im Minus notiert. Vom 52‑Wochen-Hoch ist sie zweistellig entfernt, zugleich liegt sie deutlich über dem Tief – ein Bild, das zu einer konsolidierenden Phase nach einer starken Erholung passt.
Wachstumsbremse Rechenzentren?
Die Kehrseite der KI-Strategie sind deutlich steigende Kosten für den Ausbau der Rechenzentren. Der Wettbewerb um Kapazitäten für KI‑Infrastruktur nimmt spürbar zu, da alle großen Hyperscaler versuchen, die wachsende Unternehmensnachfrage zu bedienen. Laut Bank of America haben die großen Anbieter allerdings noch Spielraum, über zusätzliche Verschuldung weiteres Wachstum zu finanzieren.
Für Microsoft bedeutet das: Der Konzern muss den Balanceakt aus hohen Investitionen, Margenstabilität und Aktionärsrendite fortsetzen. Die breite Aufstellung mit margenstarken Geschäftsfeldern wie Azure, Office 365, LinkedIn, Dynamics 365, Xbox und Windows verschafft dabei ein Polster, um steigende Infrastrukturkosten zu verkraften, ohne die bisherige Ausschüttungspolitik kurzfristig infrage zu stellen.
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