Microsoft Aktie: Schweizer Behörden ermitteln
Microsoft steht unter genauerer Beobachtung. Die Schweizer Wettbewerbskommission hat den Tech-Riesen ins Visier genommen und prüft die Preispolitik bei Software-Lizenzen. Doch während die Regulierer kritische Fragen stellen, schafft der Konzern Fakten in anderen Bereichen: Ein rekordverdächtiger Klimaschutz-Deal und neue KI-Tools sollen die langfristige Vision sichern. Anleger wägen nun ab, ob die strategischen Chancen die regulatorischen Risiken überwiegen.
Kartellrechtliche Vorabklärung gestartet
Auslöser für die leichte Verunsicherung der Anleger ist eine Untersuchung der Schweizer Wettbewerbskommission (WEKO). Die Behörde hat am Donnerstag eine Vorabklärung gegen den Konzern aus Redmond eingeleitet. Im Kern geht es um den Verdacht auf missbräuchliche Ausnutzung einer marktbeherrschenden Stellung.
Konkret prüfen die Wettbewerbshüter Beschwerden von Firmen- und Regierungskunden, die sich auf signifikante Preiserhöhungen bei „Microsoft 365“-Lizenzen beziehen. Solche regulatorischen Hürden sorgen an der Börse oft für kurzfristige Zurückhaltung, da sie potenzielle Risiken für das Margen-starke Lizenzgeschäft bergen und Unsicherheit schaffen.
Offensive bei Nachhaltigkeit und KI
Ungeachtet dieser Störfeuer investiert das Unternehmen massiv in seine Zukunftsziele. Microsoft gab die Unterzeichnung eines 12-Jahres-Vertrags mit Indigo Carbon bekannt, der den Kauf von 2,85 Millionen Bodenkohlenstoff-Gutschriften umfasst. Diese Transaktion gilt als die bisher größte ihrer Art und wird von Marktbeobachtern auf ein Volumen von bis zu 228 Millionen US-Dollar geschätzt. Der Schritt unterstreicht die aggressive Kapitalallokation hin zum Ziel, bis 2030 CO2-negativ zu sein.
Parallel dazu treibt der Konzern seine KI-Expansion voran. Mit "Elevate for Educators" wurden neue Tools für den Bildungssektor in den "Copilot" integriert. Zudem sicherten sich Microsoft, Amazon und Meta durch Zahlungen an Wikimedia Enterprise den legitimen Zugriff auf Wikipedia-Daten für das Training ihrer KI-Modelle.
Aktuelle Marktlage
Die Aktie reagierte zuletzt sensibel auf den Mix aus Nachrichtenlage und allgemeiner Marktstimmung. Auf Wochensicht verzeichnet das Papier ein Minus von knapp 5 Prozent. Mit einem Kurs von rund 456 US-Dollar notiert der Titel derzeit etwas unter seinem 52-Wochen-Hoch, das erst am 24. Dezember bei 488 US-Dollar markiert wurde. Technisch gesehen bewegt sich der Wert damit in einer Konsolidierungsphase, notiert aber weiterhin über dem wichtigen 50-Tage-Durchschnitt.
Blick auf die Quartalszahlen
Der Fokus der Marktteilnehmer richtet sich nun auf den 28. Januar 2026. An diesem Datum wird Microsoft seine aktuellen Quartalszahlen vorlegen. Analysten werden besonders genau prüfen, ob sich die hohen Investitionen in die KI-Infrastruktur bereits in den Wachstumsraten der Cloud-Sparte Azure und der Monetarisierung der neuen KI-Funktionen niederschlagen. Ein überzeugender Ausblick könnte notwendig sein, um die Bedenken bezüglich der regulatorischen Untersuchung in den Hintergrund zu rücken.
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