Microsoft Aktie: KI-Infrastruktur im Aufbau
Microsoft baut seine KI-Infrastruktur auf zwei Fronten gleichzeitig aus: neue Hardware und neue Flächen. Während der Kurs seit Jahresbeginn deutlich unter Druck steht, signalisieren die jüngsten Schritte, dass das Unternehmen seine Position im Cloud-Markt langfristig absichern will.
Erster Schritt bei Nvidia-Hardware
Azure hat als erster Cloud-Anbieter Nvidias neues Vera-Rubin-NVL72-System validiert. Das sichert Microsoft frühen Zugang zu einer Plattform, die laut AI Insider deutlich höhere Inferenz-Leistung bietet als die bisherige Blackwell-Generation. Die breite Auslieferung dieser Chips an Cloud-Plattformen ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant.
Parallel dazu verhandelt Microsoft über die Anmietung von Hunderten Megawatt Kapazität auf einem 1.000 Hektar großen Rechenzentrums-Gelände in Abilene, Texas. Der Standort gehört zum Stargate-Projekt und sollte ursprünglich von Oracle und OpenAI genutzt werden — die Verhandlungen scheiterten an Finanzierungsbedingungen und Meinungsverschiedenheiten bei der Nachfrageprognose. Microsoft übernahm die Gespräche. Das Gelände hat das Potenzial, auf bis zu zwei Gigawatt Kapazität auszugebaut zu werden.
Rechtlicher Einsatz für Anthropic
Neben Hardware und Flächen mischt sich Microsoft auch in eine laufende Rechtssache ein. Das Unternehmen reichte eine Unterstützungsschrift (amicus brief) zugunsten des KI-Startups Anthropic ein, das gegen das US-Verteidigungsministerium klagt. Der Hintergrund: Das Pentagon stufte Anthropic als Lieferkettenrisiko ein. Microsoft argumentierte, diese Einstufung schaffe einen gefährlichen Präzedenzfall — erzwungene Produktänderungen könnten militärische Fähigkeiten beeinträchtigen und Auftragnehmer davon abhalten, mit der Regierung zusammenzuarbeiten.
Hohe Investitionen, schwacher Kurs
Die massiven Kapitalausgaben bleiben für Anleger das zentrale Thema. Die Aktie notiert aktuell rund 26 Prozent unterhalb ihres 52-Wochen-Hochs von 467,45 Euro und damit auch klar unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Amazons AWS und Google Cloud investieren ebenfalls aggressiv in ihre Infrastruktur. Wer sich bei aufgegebenen Projekten schnell positioniert und neue Hardware als Erster integriert, verschafft sich zumindest einen Vorsprung beim Aufbau von Kapazitäten — ob sich das in Marktanteilen niederschlägt, wird die Entwicklung der Azure-Umsätze in den kommenden Quartalen zeigen.
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