Microsoft Aktie: Gegenwind vor Zahlen
Geopolitische Spannungen und Zoll-Drohungen aus Washington belasten derzeit den gesamten Tech-Sektor – und auch Microsoft bleibt davon nicht verschont. Während der Konzern operativ mit einer neuen KI-Partnerschaft im Gesundheitswesen punktet, sorgt eine Kurszielsenkung für zusätzliche Verunsicherung. Anleger richten ihren Blick nun auf die Quartalsbilanz in der kommenden Woche, die zeigen muss, ob die fundamentalen Daten der aktuellen Bewertung standhalten.
Politische Börsen und Analysten-Votum
Der breite Markt reagierte zuletzt nervös auf die jüngsten Zolldrohungen von US-Präsident Trump im Streit um Grönland, was besonders bei den hoch bewerteten "Magnificent 7"-Aktien zu spürbaren Gewinnmitnahmen führte. Der Nasdaq verlor in der Folge deutlich an Boden. In diesem angespannten Umfeld senkte das Analysehaus TD Cowen das Kursziel für Microsoft auf 625 US-Dollar. Zwar behalten die Experten ihre grundlegende Kaufempfehlung bei, doch die Anpassung spiegelt eine gestiegene Vorsicht hinsichtlich der Bewertung im aktuellen makroökonomischen Klima wider.
Trotz dieser externen Störfeuer treibt das Unternehmen seine operative Strategie voran. Eine frisch besiegelte Partnerschaft mit dem Pharmariesen Bristol Myers Squibb soll künstliche Intelligenz zur Früherkennung von Lungenkrebs nutzen. Dieser Schritt verdeutlicht das Bestreben des Managements, die massiven Investitionen in KI-Infrastruktur in konkrete industrielle Anwendungen zu übersetzen, auch wenn diese positiven Nachrichten momentan von der allgemeinen Marktstimmung überlagert werden.
Hohe Erwartungen an die Bilanz
Der Fokus der Marktteilnehmer verschiebt sich nun fast vollständig auf den kommenden Mittwoch, den 28. Januar. Nach Börsenschluss wird der Software-Gigant seine Ergebnisse für das zweite Geschäftsquartal 2026 vorlegen. Die Konsensschätzungen der Wall Street liegen bei einem Umsatz von 80,28 Milliarden US-Dollar und einem Gewinn je Aktie von 3,86 US-Dollar.
Angesichts einer Bewertung mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von über 32 ist die Erwartungshaltung des Marktes ambitioniert. Die Aktie notiert derzeit bei rund 455 US-Dollar und hat damit seit Jahresbeginn fast 4 Prozent eingebüßt. Um diesen Abwärtstrend zu stoppen, muss Microsoft nicht nur die Prognosen erfüllen, sondern auch überzeugende Zukunftsphantasien liefern.
Entscheidend für die kurzfristige Kursrichtung werden neben den reinen Gewinnkennzahlen vor allem das Wachstum der Cloud-Sparte Azure sowie die Ausgaben für den KI-Ausbau sein. Technisch orientierte Anleger achten im Vorfeld der Zahlenvorlage darauf, ob die Unterstützung im Bereich von 450 US-Dollar hält, während langfristige Investoren bereits den Ex-Dividenden-Tag am 19. Februar vormerken können.
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