Microsoft Aktie: Gegenwind aus der Schweiz
Microsoft sieht sich zum Wochenausklang mit einer gemischten Nachrichtenlage konfrontiert. Während eine neue Wettbewerbsuntersuchung in der Schweiz für Unruhe sorgt, treibt der Tech-Gigant seine KI-Expansion jenseits von OpenAI aggressiv voran. Die Aktie bewegt sich derzeit in einem Spannungsfeld zwischen neuem regulatorischem Druck und strategischen Milliarden-Investitionen.
Wettbewerbsbehörden prüfen Marktmacht
Die relevanteste Nachricht, die die Stimmung am Freitag drückt, kommt aus Europa. Die Schweizer Wettbewerbskommission (WEKO) hat eine Vorabklärung gegen Microsoft eingeleitet. Im Kern geht es um den Verdacht des Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung bei der Preisgestaltung für Microsoft 365. Die Behörden prüfen, ob der Software-Riese seine Marktmacht unrechtmäßig genutzt hat, um höhere Lizenzgebühren durchzusetzen. Für Anleger bedeutet dies zunächst neue rechtliche Unsicherheit im wichtigen europäischen Markt.
KI-Strategie wird breiter aufgestellt
Ungeachtet der juristischen Hürden diversifiziert der Konzern sein Portfolio für Künstliche Intelligenz massiv, um die Abhängigkeit von OpenAI zu verringern. Berichten zufolge investiert Microsoft ab diesem Monat jährlich rund 500 Millionen US-Dollar in den KI-Konkurrenten Anthropic.
Diese Partnerschaft ist strategisch bedeutsam:
* Sie umfasst eine Vereinbarung über 30 Milliarden US-Dollar für Azure-Rechenkapazitäten.
* Das Anthropic-Modell "Claude" gilt in spezifischen Unternehmensanwendungen, wie etwa der Excel-Analyse, inzwischen als leistungsfähiger als GPT-4o.
* Mit der Ernennung der ehemaligen Microsoft-Managerin Irina Ghose zur Geschäftsführerin für Indien bei Anthropic vertieft sich die operative Verflechtung weiter.
Analysten bleiben trotz Korrektur optimistisch
Die Microsoft-Aktie hat zuletzt spürbar korrigiert und notiert rund 16 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Dieser Rücksetzer spiegelt vor allem die Sorge des Marktes über die immensen Investitionsausgaben (CapEx) von über 80 Milliarden US-Dollar wider. Investoren fordern zunehmend Beweise, dass diese Ausgaben zu nachhaltigem Umsatzwachstum führen.
Dennoch bewerten Analysten die Lage weiterhin positiv. RBC Capital bestätigte am 13. Januar die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 640 US-Dollar, was ein erhebliches Aufwärtspotenzial impliziert. Auch Barclays sieht die Wachstumstory intakt. Das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa 32,5 liegt unter den historischen Höchstwerten, was einige Marktbeobachter nach der jüngsten Konsolidierung als Einstiegschance werten.
Der Fokus der Marktteilnehmer richtet sich nun strikt auf Mittwoch, den 28. Januar 2026. Die dann anstehenden Quartalszahlen werden der entscheidende Katalysator für die mittelfristige Richtung sein. Insbesondere die Wachstumsraten der Cloud-Sparte Azure und konkrete Zahlen zur Adoption des "Copilot" werden zeigen, ob die Aktie den technischen Widerstand bei 480 US-Dollar in Angriff nehmen kann oder ob die Unterstützung bei 455 US-Dollar unter Druck gerät.
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