Microsoft steht eine Woche vor den Quartalszahlen unter genauerer Beobachtung. Mizuho Securities senkte das Kursziel auf 620 US-Dollar – bei gleichzeitig beibehaltener Kaufempfehlung. Parallel dazu investiert der Konzern Milliarden in die Energie-Infrastruktur für KI-Rechenzentren, während eine aktuelle PwC-Umfrage zeigt: 55 Prozent der CEOs sehen noch keine messbaren finanziellen Vorteile durch KI-Einsatz.

Kursziel sinkt, Rating bleibt

Mizuho Securities justierte seine Erwartungen nach unten und reduzierte das Kursziel von zuvor 640 auf 620 US-Dollar. Die Einstufung „Outperform" bleibt bestehen. Die Anpassung erfolgt vor dem Hintergrund branchenweit steigender Bewertungsbedenken im Tech-Sektor. Trotz der Korrektur liegt das neue Ziel rund 37 Prozent über dem aktuellen Kurs von etwa 452 US-Dollar.

Die Zurückhaltung der Analysten spiegelt eine zentrale Debatte wider: Wie schnell amortisieren sich die massiven Investitionen in KI-Infrastruktur? Microsoft pumpt Milliarden in Rechenzentren und die Partnerschaft mit OpenAI. Die Rechnung geht nur auf, wenn sich die Ausgaben in steigende Azure-Umsätze und höhere Margen übersetzen.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Microsoft?

Energiehunger der KI-Rechenzentren

Gemeinsam mit Amazon kündigte Microsoft an, künftig Stromnetze für Rechenzentren selbst mitzufinanzieren. Generative KI-Modelle verbrauchen enorme Energiemengen – ein Engpass, den die Tech-Riesen durch direkte Investitionen in Infrastruktur lösen wollen. Konkurrenten wie Alibaba und Meta prüfen bereits Atom- und Erneuerbare-Energien-Lösungen.

Parallel dazu präsentierte der Konzern zwei Produktneuigkeiten: Eine KI-Integration mit dem Softwareanbieter Board für Unternehmensplanung sowie die zweite Welle neuer Titel für den Xbox Game Pass, darunter „Death Stranding Director's Cut" und „Warhammer 40K: Space Marine 2" ab 29. Januar. Zudem verdichten sich Hinweise auf einen kostenlosen, werbefinanzierten Xbox Cloud Gaming-Dienst für 2026.

Quartalszahlen als Lackmustest

Am 28. Januar folgen die Zahlen für das zweite Geschäftsquartal 2026. Investoren werden vor allem auf das Wachstum der Cloud-Sparte Azure und auf konkrete Umsatzbeiträge aus KI-Anwendungen achten. Im Vorquartal hatte Microsoft mit einem Gewinn je Aktie von 4,13 US-Dollar die Erwartungen übertroffen und einen Umsatzanstieg von 18,4 Prozent auf 77,67 Milliarden US-Dollar gemeldet.

Die Aktie pendelt aktuell um die Marke von 450 US-Dollar. Ein Rutsch darunter könnte auf Nervosität vor den Ergebnissen hindeuten. Das von Mizuho gesenkte, aber weiterhin deutlich über dem aktuellen Niveau liegende Kursziel signalisiert: Langfristig bleibt das institutionelle Vertrauen intakt – kurzfristig wird die Messlatte höher gelegt.

Microsoft-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Microsoft-Analyse vom 21. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Microsoft-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Microsoft-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Microsoft: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...