Micron Aktie: Bewertung unter Druck
Micron gehört zu den größten Profiteuren des aktuellen KI-Booms. Nach einer Kursexplosion in den vergangenen Monaten rückt nun aber eine andere Frage in den Vordergrund: Spiegelt die Bewertung den zukünftigen Wachstumspfad noch realistisch wider – oder ist der Markt zu weit vorgelaufen?
Bewertungsdebatte nach Rekordlauf
Die Aktie hat in den letzten Wochen stark zugelegt und gestern mit 363,10 US‑Dollar ein neues 52‑Wochen-Hoch markiert. Damit liegt der Kurs deutlich über den gängigen Durchschnittsniveaus der vergangenen Monate und signalisiert, wie stark die Erwartungen bereits nach oben geschraubt wurden.
Genau das sorgt nun für eine intensive Neubewertung. Ein im Artikel zitierter Bewertungsansatz kommt zu dem Ergebnis, dass die Aktie um rund 21,6 % über ihrem geschätzten Fair Value liegen könnte. Dieser wird bei etwa 300 US‑Dollar je Aktie verortet. Zudem liegt der aktuelle Kurs über dem durchschnittlichen Analystenkursziel – ein weiterer Hinweis darauf, dass ein Teil der Fantasie bereits im Preis steckt.
Gleichzeitig bleibt die fundamentale Story klar positiv: Die Bewertung wird nicht losgelöst betrachtet, sondern im Kontext der Rolle von Micron als wichtiger Baustein der weltweiten KI-Infrastruktur.
KI-Superzyklus als Haupttreiber
Der zentrale Treiber der Kursrally ist der sogenannte KI-Superzyklus. Micron hat sich hier als unverzichtbarer Zulieferer positioniert. Besonders wichtig ist die erfolgreiche Qualitätsfreigabe durch Nvidia für die HBM3E-Speicherchips des Unternehmens. Diese High-Bandwidth-Memory-Produkte sollen im kommenden „Blackwell“-Beschleuniger von Nvidia eingesetzt werden – einem Kernbaustein moderner KI-Rechenzentren.
Aus dieser technologischen Position ergeben sich konkrete Geschäftseffekte:
- Micron liefert HBM-Speicher inzwischen in hohen Stückzahlen an vier große Kunden, sowohl für GPU- als auch für ASIC-Plattformen.
- Die komplette Produktionskapazität für HBM im Jahr 2025 ist bereits ausverkauft.
- Der adressierte Markt für HBM-Speicher soll Prognosen zufolge von rund 35 Milliarden US‑Dollar im Jahr 2025 auf etwa 100 Milliarden US‑Dollar bis 2028 wachsen.
Diese Punkte untermauern, warum die Aktie in den vergangenen zwölf Monaten um ein Vielfaches zugelegt hat: Der Markt preist ein, dass Micron strukturell von einem stark wachsenden Segment profitiert.
Finanzperspektive und Bewertungsrahmen
Die robuste Nachfragesituation wirkt sich direkt auf die Finanzprognosen aus. Die Nachfrage nach HBM ist eng gekoppelt an den Ausbau von KI-Rechenzentren, die enorme Speicherbandbreite benötigen. Analysten an der Wall Street erwarten für das Geschäftsjahr 2026 ein Umsatzwachstum von rund 100 %. Diese Verdopplung der Erlöse ist ein wesentlicher Baustein der aktuellen Kursentwicklung.
Trotz des starken Anstiegs erscheint die Bewertung im Branchenvergleich nicht extrem: Micron wird laut Artikel mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 34,5 gehandelt. Das liegt unter dem Durchschnitt der US-Halbleiterbranche, der mit 43,4 beziffert wird. Der Markt bewertet das Unternehmen damit zwar ambitioniert, aber nicht über dem Sektorstandard – bemerkenswert angesichts der hohen Wachstumsprognosen und der zentralen Rolle im KI-Ökosystem.
Im Kern prallen derzeit zwei Sichtweisen aufeinander: Auf der einen Seite steht ein stark gelaufener Titel, der einzelne Bewertungsmodelle bereits als über dem Fair Value liegend einstufen. Auf der anderen Seite sprechen ausverkaufte Kapazitäten, hohe Wachstumsprognosen und eine im Branchenvergleich noch moderatere Bewertung dafür, dass die Aktie weiter eng mit dem Ausbau der globalen KI-Infrastruktur verknüpft bleibt.
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