Die Micron-Aktie kennt derzeit kein Halten mehr und markierte am Freitag ein neues Allzeithoch bei rund 345 US-Dollar. Doch hinter dem Kursanstieg von über 50 Prozent in nur 30 Tagen steckt weit mehr als blinde Spekulation: Die Auftragsbücher für das gesamte Kalenderjahr 2026 sind bereits jetzt komplett gefüllt. Analysten überbieten sich angesichts dieser Knappheit mit neuen Kurszielen und sehen den Beginn eines massiven Speicher-Zyklus.

Wettlauf der Analysten

Marktbeobachter liefern sich aktuell ein regelrechtes Rennen um die optimistischsten Prognosen. Sowohl Piper Sandler als auch UBS haben ihre Kursziele auf 400 US-Dollar angehoben, während Mizuho Securities 390 US-Dollar ausruft. Der gemeinsame Nenner dieser Aufwärtsrevisionen ist die enorme Nachfrage nach KI-Infrastruktur, speziell nach High Bandwidth Memory (HBM).

Da die Produktionskapazitäten für diese KI-kritischen Speicherchips für 2026 faktisch ausgebucht sind, verfügt Micron über eine enorme Preissetzungsmacht. Experten sprechen von einer strukturellen Neubewertung des Unternehmens, da die Knappheit bei Speicherkomponenten deutlich länger anhalten dürfte als ursprünglich angenommen.

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Harte Zahlen stützen die Fantasie

Der Optimismus an der Wall Street fußt auf soliden operativen Kennzahlen. Im ersten Geschäftsquartal 2026 kletterte der Umsatz um fast 57 Prozent auf 13,64 Milliarden Dollar im Vergleich zum Vorjahr. Besonders das DRAM-Segment stach mit einem Wachstum von 69 Prozent hervor.

Für das laufende zweite Quartal stellt CEO Sanjay Mehrotra sogar einen Umsatzsprung auf rund 18,7 Milliarden Dollar in Aussicht. Der Gewinn pro Aktie soll dabei zwischen 8,22 und 8,62 Dollar landen. Diese Prognosen verdeutlichen, dass der sogenannte "Memory Supercycle" nun voll auf die Bilanz durchschlägt. Die Margen profitieren dabei spürbar vom Schwenk auf die teuren HBM3E-Produkte, die unter anderem für Nvidias Blackwell-Grafikprozessoren unverzichtbar sind.

Strategische Expansion in den USA

Um die Abhängigkeit von asiatischen Fertigungslinien zu reduzieren und die langfristige Versorgung zu sichern, expandiert der Konzern nun auch physisch massiv. Am 16. Januar 2026 erfolgt der Spatenstich für eine neue Halbleiter-Fabrik ("Megafab") in Clay, New York. Dieses durch den CHIPS Act geförderte Projekt umfasst ein geplantes Investitionsvolumen von bis zu 100 Milliarden Dollar über die nächsten zwei Jahrzehnte.

Micron hat sich mittlerweile als feste dritte Kraft im HBM-Oligopol neben SK Hynix und Samsung etabliert und hielt Ende 2025 einen Marktanteil von rund 21 Prozent. Mit vollständig ausverkauften Kapazitäten und steigenden DRAM-Preisen bleiben die fundamentalen Treiber intakt. Der Fokus der Anleger richtet sich nun auf den symbolischen Baustart in New York in der kommenden Woche, während die operative Entwicklung weiterhin eng an den anhaltenden KI-Boom gekoppelt bleibt.

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