Künstliche Intelligenz benötigt enorme Energiemengen – und Meta will sicherstellen, dass der Stromhahn nicht zugedreht wird. Der Tech-Konzern verkündete am Freitag eine Reihe wegweisender Abkommen zur Nutzung von Kernenergie, die das Unternehmen zu einem der größten industriellen Abnehmer in der US-Geschichte machen. Um die Rechenzentren der Zukunft stabil und klimaneutral zu betreiben, setzt Meta auf eine Kombination aus bestehenden Kraftwerken und neuartigen Reaktoren.

Milliarden für Energiesicherheit

Die Vereinbarungen umfassen eine Kapazität von bis zu 6,6 Gigawatt, die Meta bis 2035 zur Verfügung stehen sollen. Kernstück ist ein 20-Jahres-Vertrag mit dem Energieversorger Vistra. Dieser deckt drei bestehende Kernkraftwerke im US-Stromnetz PJM ab, darunter Anlagen in Ohio und Pennsylvania. Die ersten Lieferungen aus diesem Deal sollen bereits Ende 2026 fließen.

Parallel investiert Meta in die Zukunftstechnologie kleinerer, modularer Reaktoren (SMR). Hierzu wurden Partnerschaften mit Oklo – unterstützt von OpenAI-Chef Sam Altman – und dem von Bill Gates geförderten Unternehmen TerraPower geschlossen. Diese Projekte zielen auf eine Inbetriebnahme in den 2030er Jahren ab, stehen jedoch noch vor regulatorischen Hürden, da bisher keine kommerziellen Reaktoren dieser Art in Betrieb sind.

Während die Meta-Aktie am Freitagmorgen moderat auf rund 652 US-Dollar kletterte, reagierten die Aktien der Partnerunternehmen euphorisch: Vistra legte vorbörslich zweistellig zu, Oklo sprang um fast 20 Prozent an.

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Warum Atomkraft statt Wind und Sonne?

Der strategische Schwenk hin zur Kernkraft ist direkt auf den enormen Energiehunger der KI-Infrastruktur zurückzuführen. Prognosen gehen davon aus, dass der US-Strombedarf bis 2030 um mindestens 30 Prozent steigen wird, getrieben vor allem durch Rechenzentren.

Bloomberg Intelligence schätzt, dass Meta für den Atomstrom zwischen 100 und 220 US-Dollar pro Megawattstunde zahlen könnte – deutlich mehr als die 50 bis 60 US-Dollar für Gas, Wind oder Solar. Urvi Parekh, Metas Leiterin für globale Energie, begründet diesen Schritt mit der Notwendigkeit einer zuverlässigen Grundlastfähigkeit. Im Gegensatz zu volatilen erneuerbaren Energien liefert Atomkraft rund um die Uhr strom, was für den unterbrechungsfreien Betrieb von KI-Superclustern essenziell ist. Ohne diese gesicherte Leistung könnte das Wachstum der KI-Sparte ins Stocken geraten.

Analysten sehen massiven Investitionsbedarf

Die Finanzwelt bewertet den Schritt überwiegend positiv. Analysten von Wedbush sehen darin ein Signal, dass die großen Tech-Konzerne ("Hyperscaler") bereit sind, neue Energiequellen zu erschließen, um die KI-Revolution voranzutreiben. Das Analysehaus Rosenblatt bestätigte sein "Buy"-Rating mit einem Kursziel von 1.117 US-Dollar.

Gleichzeitig warnen Experten vor steigenden Kosten. Rosenblatt prognostiziert, dass Metas Investitionsausgaben (CapEx) im Jahr 2026 um 50 Prozent auf rund 108 Milliarden US-Dollar ansteigen werden, um den Ausbau der Infrastruktur zu finanzieren. Entscheidend für den langfristigen Erfolg der Strategie wird sein, ob die geplanten Reaktoren von TerraPower und Oklo die behördlichen Genehmigungsverfahren bestehen und ab den frühen 2030er Jahren tatsächlich ans Netz gehen können.

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