Meta steht erneut im Spannungsfeld zwischen harter Regulierung und hohen Erwartungen an die eigene KI-Strategie. Während die US-Wettbewerbsbehörde FTC juristisch nachlegt und alte Risiken zurück auf den Tisch bringt, meldet der Konzern erstmals greifbare Ergebnisse aus seiner neuen KI-Einheit. Entscheidend wird nun, welche Seite dieses Kräfteverhältnis in den kommenden Wochen prägt.

FTC erhöht den Druck

Auf der Negativseite dominiert aktuell die Rückkehr eines Themas, das viele Investoren bereits abgehakt hatten: das US-Kartellverfahren rund um die Übernahmen von Instagram und WhatsApp.

Die Federal Trade Commission (FTC) hat am 21. Januar 2026 offiziell Berufung gegen ein Urteil eingelegt, das Meta im November 2025 zunächst entlastet hatte. Damals hatte US-District Judge James Boasberg die Kartellklage der Behörde abgewiesen und sich damit auf die Seite des Konzerns gestellt.

Nun stellt die FTC genau diese Entscheidung infrage. Sie hält an der Auffassung fest, dass die Zukäufe von Instagram und WhatsApp Teil einer illegalen Strategie gewesen seien, um eine Monopolstellung im Bereich persönlicher Social-Networking-Dienste zu sichern. Mit der Berufung kehrt eine zentrale Unsicherheit zurück: Im äußersten Fall könnte eine erfolgreiche FTC-Attacke die Debatte über eine erzwungene Abspaltung wichtiger Meta-Töchter wiederbeleben – ein Szenario, das Anleger naturgemäß ungern einpreisen.

Damit ist klar: Der regulatorische Gegenwind ist nicht erledigt, sondern erreicht eine neue Runde. Das erklärt, warum die Bewertung von rund 1,52 Billionen US‑Dollar inzwischen stärker hinterfragt wird – nicht aus operativen, sondern aus juristischen Gründen.

KI-Fortschritte: Superintelligence Labs liefert

Parallel dazu setzt Meta operativ ein deutlich anderes Signal. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos hat Technikvorstand Andrew Bosworth am 21. Januar 2026 bestätigt, dass die interne KI-Einheit Meta Superintelligence Labs ihre ersten Modelle geliefert hat.

Diese Einheit war vor rund sechs Monaten gegründet worden, um die KI-Entwicklung gegenüber Wettbewerbern wie Alphabet und OpenAI zu beschleunigen. Nun liegen erstmals konkrete Ergebnisse vor: Laut Bosworth stehen ein Textmodell mit dem Codenamen „Avocado“ und ein medienfokussiertes Modell namens „Mango“ für den internen Einsatz bereit.

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Wichtig ist weniger der bunte Codename als die Signalwirkung: Die milliardenschweren Investitionen in KI-Hardware und -Infrastruktur beginnen, in Form einsatzfähiger Modelle sichtbar zu werden. Meta unterlegt damit seinen Anspruch, im KI-Wettlauf nicht nur mitzuhalten, sondern eigene Plattformen und Produkte schon 2026 mit neuen Fähigkeiten auszustatten. Für den Markt ist das ein Hinweis, dass die hohen Kapitalkosten nicht nur Vision, sondern auch bereits Output erzeugen.

Analysten weiter optimistisch

Trotz der juristischen Risiken bleibt die Analystenseite klar konstruktiv. Finanzhäuser konzentrieren sich vor allem auf das Monetarisierungspotenzial – also die Frage, wie Meta seine Reichweite und KI-Fähigkeiten in Umsätze und Gewinne übersetzt.

Die aktuelle Markteinschätzung per 21. Januar 2026 stellt sich laut den zitierten Daten wie folgt dar:

  • Ratings: Konsens „Strong Buy“ mit 60 Kauf- und 7 Halteempfehlungen, keine Verkaufsempfehlung
  • Kursziel: Durchschnittliches 12‑Monats-Ziel bei rund 834 US‑Dollar
  • Bewertung: Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa 26,7, was Analysten gemessen an den Wachstumsprognosen als attraktiv einstufen

Damit wird zweierlei deutlich: Erstens traut der Markt Meta trotz der FTC-Berufung einen deutlichen Bewertungsaufschlag gegenüber dem aktuellen Niveau zu. Zweitens ist von institutioneller Seite derzeit kein systematischer Ausstieg erkennbar, sondern eher die Erwartung, dass der Konzern regulatorische Risiken aussitzen oder managen kann.

Kursseitig spiegelt sich die Gemengelage in einem eher verhaltenen Bild: Die Aktie liegt mit rund 603,60 US‑Dollar knapp unter dem Vortag und etwa 15 Prozent unter dem 52‑Wochen-Hoch, gleichzeitig aber deutlich über dem Jahrestief. Von Panik ist also keine Spur, eher von Abwarten auf den nächsten Impuls.

Nächster Katalysator: Quartalszahlen und KI-Rechnung

Genau dieser Impuls steht kurz bevor. Am 28. Januar 2026 legt Meta die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor. Im Fokus steht dabei, ob der Konzern seine Umsatzprognose von 56 bis 59 Milliarden US‑Dollar erreichen kann.

Besonders kritisch werden Investoren auf das Zusammenspiel aus zwei Größen schauen:

  • Werbegeschäft: Wie robust wächst das Kerngeschäft in einem Umfeld konjunktureller Unsicherheiten?
  • KI-Investitionen: Wie schlagen sich die für 2025 auf über 70 Milliarden US‑Dollar taxierten KI- und Infrastrukturinvestitionen in Effizienz, Produktqualität und Margen nieder?

Die laufende FTC-Berufung setzt den Rahmen eines dauerhaften Rechtsrisikos. Kurzfristig dürfte aber vor allem das Zahlenwerk Ende Januar entscheiden, ob die optimistischen Analystenziele realistisch bleiben oder angepasst werden müssen. Für die Meta-Aktie bedeutet das: Zwischen wachsendem regulatorischem Druck und ersten greifbaren KI-Erfolgen werden die kommenden Quartalszahlen zum praktischen Belastungstest für die aktuelle Bewertung.

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