Meta Platforms navigiert durch eine volatile Handelswoche, in der geopolitische Spannungen und Lieferengpässe die Stimmung trüben. Während das klassische Werbegeschäft Rekorde bricht, sorgen zwei spezifische Hindernisse für Unsicherheit: Eine behördliche Untersuchung aus China und ein gestoppter Produkt-Rollout bremsen das kurzfristige Aufwärtspotenzial.

Gegenwind aus Peking

Der wohl kritischste Belastungsfaktor ist eine neu eingeleitete Untersuchung der chinesischen Behörden bezüglich der Übernahme des KI-Startups Manus. Meta hatte den Deal über 2 Milliarden Dollar kürzlich abgeschlossen, um die sogenannte "agentic AI"-Technologie – Systeme, die komplexe Aufgaben autonom erledigen – in das eigene Ökosystem zu integrieren.

Zwar hat Manus seinen Hauptsitz in Singapur, doch Gründungsteam und Technologie sind eng mit China verwurzelt. Das dortige Handelsministerium prüft nun Berichten zufolge, ob beim Transfer von Personal und geistigem Eigentum im Vorfeld der Übernahme gegen Technologie-Exportkontrollen verstoßen wurde. Sollte Peking entscheiden, dass unlizenzierte Technologie übertragen wurde, könnte dies die Integration massiv verzögern oder im schlimmsten Fall eine Rückabwicklung erzwingen. Dies würde einen Eckpfeiler von Metas KI-Roadmap für 2026 gefährden.

Hardware-Engpass stoppt internationalen Start

Zusätzlich zur regulatorischen Unsicherheit kämpft der Konzern mit logistischen Problemen. Meta hat die geplante Einführung der "Ray-Ban Display" Smart Glasses in Großbritannien, Frankreich, Italien und Kanada offiziell ausgesetzt. Was zunächst als Erfolg durch hohe Nachfrage gewertet werden kann, hat sich zu einem handfesten Engpass entwickelt.

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Aufgrund fehlender Komponenten kann die Produktion nicht mit den Bestellungen Schritt halten. Meta priorisiert daher den US-Markt, wo die Wartelisten bereits bis weit ins Jahr 2026 reichen. Auch wenn die 15.000 verkauften Einheiten im ersten Quartal das Marktinteresse bestätigen, entgehen dem Unternehmen durch den internationalen Stopp wichtige Umsätze im laufenden Quartal.

Kerngeschäft stützt Bewertung

Trotz dieser operativen Hürden bleibt das fundamentale Bild stabil. Das KI-gestützte Werbetool "Advantage+" hat mittlerweile eine jährliche Umsatzrate von 60 Milliarden Dollar erreicht, was die Effizienz der Einnahmemaschine unterstreicht.

Diese Stärke spiegelt sich in der Bewertung wider: Mit einem KGV von etwa 28 wird die Aktie, die aktuell bei rund 649 US-Dollar notiert, mit einem Aufschlag gegenüber breiteren Marktdurchschnitten gehandelt. Dieser Preis setzt jedoch eine nahezu reibungslose Exekution voraus. Steigen die Investitionskosten (CapEx) weiter an, ohne dass die Expansion wie geplant voranschreitet, könnte dieses Bewertungsniveau unter Druck geraten.

Der Fokus der Investoren verschiebt sich nun auf den 28. Januar 2026. Bei den anstehenden Quartalszahlen wird weniger der reine Gewinn je Aktie entscheidend sein, sondern vielmehr der Ausblick des Managements zur Lösung der Lieferkettenprobleme und zum Stand der Untersuchung in China. Bis hier Klarheit herrscht, dürfte die Aktie sensibel auf weitere regulatorische Schlagzeilen reagieren.

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