Meta schiebt seine Metaverse-Träume weiter in den Hintergrund und setzt zum Jahresende 2025 konsequent auf künstliche Intelligenz. Mit der Übernahme des AI-Agenten-Start-ups Manus für über 2 Milliarden Dollar und harten Einschnitten bei Reality Labs stellt der Konzern seine Strategie klar um. Für Anleger stellt sich damit vor allem eine Frage: Reicht der AI-Kurswechsel aus, um die hohen Investitionen zu rechtfertigen?

Manus-Übernahme als AI-Baustein

Der Kauf des in Singapur ansässigen Start-ups Manus ist ein Kernstück von Metas neuer AI-Strategie. Das junge Unternehmen hatte seinen allgemeinen AI-Agenten erst 2025 gestartet – und innerhalb von nur acht Monaten einen jährlichen wiederkehrenden Umsatz von über 100 Millionen Dollar aufgebaut. Kurz vor der Übernahme lag die Umsatzrun-Rate sogar schon bei mehr als 125 Millionen Dollar.

Weitere Eckdaten unterstreichen die Dynamik des Geschäfts:

  • Bewertung laut Quellen: 2–3 Milliarden Dollar
  • Nutzerbasis: Millionen zahlender Abonnenten weltweit
  • Verarbeitete Tokens: über 147 Billionen
  • Unterstützte virtuelle Computer: mehr als 80 Millionen

Meta plant, den Abo-Dienst von Manus weiterlaufen zu lassen. Gleichzeitig soll die Technologie in bestehende Produkte einfließen – etwa in Meta AI sowie weitere Consumer- und Business-Anwendungen. Damit stärkt Meta seine Position im noch jungen, aber wachstumsstarken Markt für AI-Agenten.

Klare Abgrenzung zu China

Regulatorische Risiken adressiert Meta frühzeitig. Nach der Übernahme werden alle verbleibenden Verbindungen von Manus nach China gekappt. Das Start-up war ursprünglich von der chinesischen Mutter Butterfly Effect gegründet und später nach Singapur verlagert worden; ein Großteil der Belegschaft in Peking wurde bereits Mitte 2025 abgebaut.

Meta betont, dass es nach Abschluss der Transaktion keine verbleibenden chinesischen Eigentumsanteile an Manus AI geben wird. Zudem werden sämtliche Dienste und Aktivitäten in China eingestellt. Damit reagiert der Konzern auf die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und China im Technologiesektor und versucht, möglichen Auflagen aus Washington zuvorzukommen.

Metaverse wird zurückgefahren

Parallel zum AI-Ausbau fährt Meta die Investitionen in das verlustreiche Metaverse-Geschäft deutlich herunter. Laut Bloomberg diskutiert das Management Budgetkürzungen von bis zu 30 % für die Sparte Reality Labs im Jahr 2026. Entlassungen könnten bereits im Januar folgen.

Die Hintergründe sind klar in den Zahlen ablesbar:

  • Operativer Verlust 2024: 17,73 Milliarden Dollar
  • Verlust in den ersten neun Monaten 2025: 13,27 Milliarden Dollar
  • Kumulierte Verluste seit 2021: rund 71 Milliarden Dollar

Analysten von Mizuho schätzen, dass Einschnitte in dieser Größenordnung den Gewinn je Aktie 2026 um etwa 2 Dollar erhöhen könnten. Der Strategiewechsel weg vom kapitalintensiven Metaverse hin zu besser planbaren AI-Umsätzen trifft daher auf Zustimmung im Markt.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Meta?

Fundamentaldaten bleiben stark

Operativ präsentiert sich Meta weiter solide. Im dritten Quartal 2025 legte der Umsatz auf 51,2 Milliarden Dollar zu, ein Plus von 26 % gegenüber dem Vorjahr. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag mit 7,25 Dollar deutlich über den Schätzungen; der Vorsprung betrug 0,51 Dollar. Die operative Marge erreichte beachtliche 43,3 %.

Besonders die klassische Plattform-Sparte bleibt ein Ertragsanker: Das operative Ergebnis der „Family of Apps“ summierte sich in den ersten neun Monaten 2025 auf 71,7 Milliarden Dollar. Bewertungsseitig liegt Meta mit einem erwarteten KGV von rund 22 unter dem Niveau des breiten S&P 500 – trotz klar überdurchschnittlichen Wachstums.

Am Markt spiegelt sich die Mischung aus starkem Kerngeschäft und strategischem Umbau bereits: Die Aktie schloss am Freitag bei 650,41 US-Dollar und liegt damit rund 19 % unter ihrem Höchststand von 796,25 Dollar aus August 2025, während sie auf Zwölfmonatssicht zweistellig im Plus notiert.

Hohe AI-Investitionen bleiben Thema

Trotz aller Begeisterung für AI: Die Investitionslast ist erheblich. Meta hat seine Investitionsprognose für 2025 auf 70–72 Milliarden Dollar angehoben, nach zuvor 66–72 Milliarden. Begründet wird der obere Rand der Spanne mit zusätzlichen Rechenzentrums-Ausgaben zur Unterstützung der AI-Aktivitäten.

An der Börse dominiert dennoch ein positiver Grundton. Die Analystenmehrheit bleibt klar optimistisch:

  • Median-Kursziel: 837,15 Dollar
  • Höchstes Kursziel: 1.117 Dollar
  • Niedrigstes Kursziel: 685 Dollar
  • Konsensrating: „Buy“ auf Basis von 67 Experten

Damit traut der Markt Meta zu, die hohen Capex durch AI-getriebene Erlös- und Effizienzgewinne zu kompensieren.

Wichtiger Impuls Ende Januar

Der nächste entscheidende Prüfstein steht bereits fest: Am 28. Januar 2026 veröffentlicht Meta die Zahlen für das vierte Quartal 2025. Das Management peilt Erlöse zwischen 56 und 59 Milliarden Dollar an, gestützt vor allem durch weiter verbesserte AI-Algorithmen in der Werbung auf Facebook, Instagram und Threads.

Ob die Kombination aus Manus-Integration, Metaverse-Diät und anhaltend hohem Wachstum im Kerngeschäft die ambitionierten Erwartungen rechtfertigt, dürfte sich damit erstmals konkret in den Q4-Zahlen und im Ausblick für 2026 zeigen.

Meta-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Meta-Analyse vom 4. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Meta-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Meta-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Meta: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...