Zwei Investmentbanken sehen verbesserte Perspektiven für Mercedes-Benz. Jefferies und Barclays haben ihre Kursziele für den Stuttgarter Autobauer innerhalb weniger Stunden angehoben – und das trotz anhaltender Herausforderungen im Branchenumfeld. Was steckt hinter dem neu gewonnenen Optimismus?

Die wichtigsten Fakten:
- Jefferies hebt Kursziel von 62 auf 65 Euro an
- Barclays zieht nach: von 52,50 auf 55 Euro
- Beide Häuser bestätigen neutrale Ratings
- Nvidia-Partnerschaft für autonomes Fahren ab Q1 2026
- Nächster Termin: Jahresergebnisse am 12. Februar

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Jefferies: "Jahr des Übergangs" voraus

Analyst Philippe Houchois von Jefferies begründet sein angehobenes Kursziel mit einem erwarteten Wendepunkt im Geschäftsverlauf. Das erste Quartal 2026 dürfte noch von Zollbelastungen geprägt sein. Ab dem zweiten Halbjahr könnte jedoch ein neuer Modellzyklus für Rückenwind sorgen.

Besonders interessant: Die Marktanteile in China scheinen ihren Boden gefunden zu haben. Nach monatelangen Verlusten an lokale Konkurrenten könnte die Talfahrt gestoppt sein.

Barclays bevorzugt Stuttgart vor München

Henning Cosman von Barclays sieht Mercedes-Benz trotz struktureller Branchenprobleme in einer besseren Position als BMW. Die Begründung ist konkret: stärkerer Cashflow und größere Möglichkeiten zur operativen Optimierung.

Der Analyst identifiziert vier zentrale Risikofaktoren für 2026: Zölle, verschärfte Emissionsvorschriften, EU-Regulierungen und den chinesischen Markt. Dennoch bleibt er bei seiner neutralen Einschätzung – das angehobene Kursziel reflektiert verbesserte Bewertungsannahmen.

Nvidia-Deal bringt KI ins Auto

Auf der CES 2026 verkündete Nvidia-Chef Jensen Huang eine strategische Partnerschaft mit Mercedes-Benz. Das "Alpamayo"-KI-Modell des Chipkonzerns soll die Basis für autonome Fahrfunktionen schaffen. Der Rollout startet bereits im ersten Quartal in den USA, gefolgt von Europa und Asien.

Die Kooperation unterstreicht Mercedes-Benz' Strategie, über softwarebasierte Dienste langfristig höhere Margen zu erzielen. Ob sich diese Ambitionen in konkrete Umsätze übersetzen lassen, wird sich zeigen.

Aktienrückkauf als Kursstütze

Seit November 2025 hat Mercedes-Benz bereits 5,7 Millionen eigene Aktien zurückgekauft. Das Programm umfasst insgesamt bis zu 2 Milliarden Euro. Solche Maßnahmen reduzieren die Anzahl der ausstehenden Aktien und können den Gewinn je Aktie rechnerisch erhöhen.

Am 12. Februar folgen die vollständigen Jahreszahlen für 2025. Analysten erwarten im Schnitt ein Kursziel von 62 Euro – die Spanne reicht allerdings von 50 bis 90 Euro, was die unterschiedlichen Einschätzungen zur weiteren Entwicklung widerspiegelt.

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