MercadoLibre wächst kräftig – und trotzdem ist die Stimmung nach den Zahlen angeschlagen. Denn hinter dem starken Umsatzplus steckt eine Strategie, die kurzfristig auf die Marge drückt. Gleichzeitig greifen große Investoren zu, während Insider eher verkaufen.

Institutionelle Käufer stocken auf

Trotz des jüngsten Kursrutschs zeigen aktuelle Meldungen: Viele professionelle Anleger bauen ihre Positionen aus. Laut den veröffentlichten Angaben halten institutionelle Investoren inzwischen rund 87,62% der verfügbaren Aktien.

Mehrere Häuser meldeten Aufstockungen, darunter Kemnay Advisory Services und Insigneo Advisory Services. Zusätzlich kam es zu neuen beziehungsweise erweiterten Engagements anderer Investoren. Auffällig ist dabei der Kontrast zur Insider-Seite: In jüngerer Zeit waren Unternehmensinsider netto Verkäufer; der Insider-Anteil liegt insgesamt nur bei rund 0,25%.

Wachstum stark, Gewinn schwächer – warum?

Auslöser der Nervosität war der jüngste Quartalsbericht. Im vierten Quartal kletterte der Umsatz auf 8,76 Mrd. US-Dollar, ein Plus von 44,6% gegenüber dem Vorjahr. Auf Jahressicht meldete das Unternehmen 28,9 Mrd. US-Dollar Umsatz.

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Der Haken: Beim Gewinn je Aktie blieb MercadoLibre hinter den Erwartungen zurück. Gemeldet wurden 11,03 US-Dollar je Aktie – 0,63 US-Dollar unter dem Konsens. Im Vorjahresquartal lagen die Gewinne noch höher. Die Nettomarge lag zuletzt bei 6,91%, die Eigenkapitalrendite bei 33,73%.

Doch warum die Margenkompression trotz Wachstum? Laut Bericht steckt dahinter eine offensive Investitionsphase: Das Management investierte stark in neue Fulfillment-Center und senkte in Brasilien die Schwelle für kostenlosen Versand, um die Kaufhäufigkeit zu erhöhen. Gleichzeitig wurde das Geschäft mit Finanzdienstleistungen ausgebaut – das Kreditportfolio stieg auf 12,5 Mrd. US-Dollar. Das kann Wachstum beschleunigen, kostet aber zunächst Geld.

Kursbild: Nähe zum Jahrestief

Am Mittwoch schloss die Aktie bei 1.520,20 Euro und liegt damit nur knapp über dem 52-Wochen-Tief (1.474,20 Euro). Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch bleibt mit rund -34% deutlich.

Unterm Strich prallen hier zwei Kräfte aufeinander: institutionelle Nachfrage auf der einen Seite – und der Druck durch sinkende Margen nach einer investitionsintensiven Strategie auf der anderen. Entscheidend wird sein, ob sich die höheren Ausgaben in den kommenden Quartalen in besserer Profitabilität niederschlagen, während das Kreditwachstum im Finanzsegment weiter tragfähig bleibt.

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