Medtronic hat die Erwartungen im dritten Quartal zwar übertroffen, blickt für das Gesamtjahr jedoch vorsichtiger in die Zukunft. Während Barclays das Kursziel anhebt, zeigt sich Piper Sandler deutlich skeptischer. Im Zentrum der Debatte steht die Tochtergesellschaft MiniMed, die das Ergebnis kurzfristig belastet.

Widersprüchliche Signale der Experten

Die Einschätzungen der Analysten driften derzeit weit auseinander. Barclays bekräftigte am Mittwoch seine optimistische Haltung und hob das Kursziel von 118 auf 120 US-Dollar an. Damit positioniert sich die Bank am oberen Ende des Marktes. Im Gegensatz dazu strich Piper Sandler seine Erwartungen zusammen und senkte das Ziel deutlich von 105 auf 91 US-Dollar bei einer neutralen Bewertung. Der Marktdurchschnitt der Experten liegt aktuell bei rund 110 US-Dollar.

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MiniMed bremst die Gewinnprognose

Hintergrund der unterschiedlichen Bewertungen ist die angepasste Prognose für das Geschäftsjahr 2026. Medtronic erwartet nun einen bereinigten Gewinn pro Aktie zwischen 5,50 und 5,54 US-Dollar. Zuvor lag die Spanne noch bei bis zu 5,66 US-Dollar.

Verantwortlich für diese Korrektur ist vor allem die Tochtergesellschaft MiniMed. Eine Einmalzahlung in Höhe von 157 Millionen US-Dollar im vierten Quartal sowie Verwässerungseffekte durch den Teil-Börsengang von MiniMed drücken auf die Bilanz. Dabei lief das operative Geschäft zuletzt solide: Im dritten Quartal konnte der Medizintechnik-Riese mit einem Umsatz von 9,0 Milliarden US-Dollar die Prognosen der Wall Street leicht schlagen.

Aktie sucht nach Bodenhaftung

An der Börse wird die Unsicherheit über die künftige Gewinnentwicklung bereits eingepreist. Die Aktie notiert aktuell bei 74,15 Euro und hat in den vergangenen 30 Tagen knapp elf Prozent an Wert verloren. Damit rückt das 52-Wochen-Tief bei 71,00 Euro wieder in den Fokus der Anleger.

Das Erreichen der neuen, leicht gesenkten Gewinnziele wird nun zur entscheidenden Messlatte für das Vertrauen der Investoren. Nur wenn Medtronic beweist, dass die Belastungen durch MiniMed tatsächlich einmaliger Natur sind, dürfte sich der Abwärtstrend der letzten Wochen stabilisieren.

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