Maternus-Kliniken Aktie: Sanierungskurs belohnt
Die Maternus-Kliniken AG zieht die Reißleine und schließt mehrere defizitäre Standorte. Der harte Sanierungskurs wird von den Anlegern begrüßt – die Aktie legte am Freitag deutlich zu. Die Maßnahmen sollen die Liquidität jährlich um 4 Millionen Euro verbessern, doch zunächst steht ein Übergangsjahr mit Abwicklungskosten bevor.
Der harte Schnitt in der Provinz
In einer Ad-hoc-Mitteilung verkündete der Vorstand am Freitagnachmittag einschneidende Restrukturierungsmaßnahmen. Mehrere unrentable Einrichtungen werden im Laufe des Jahres 2026 geschlossen. Konkret betroffen sind:
* Die Bayerwald-Klinik in Cham, deren Betrieb zum 30. April eingestellt wird.
* Der Standort Stadtoldendorf.
* Der Hausnotrufdienst in Köln sowie Wohngemeinschaften in Köln-Rodenkirchen.
* Der Ambulante Pflegedienst Eifel in Pelm.
Das Management erwartet durch diese Schließungen eine jährliche Liquiditätsverbesserung von rund 4 Millionen Euro. Dieser positive Effekt wird sich jedoch erst ab dem Geschäftsjahr 2027 vollständig bemerkbar machen. Das laufende Jahr wird zunächst von den Kosten für die Abwicklung geprägt sein.
Die Börse honorierte den klaren Sanierungskurs: Die Aktie schloss den Freitagshandel bei 1,07 Euro, ein Plus von 5,94 Prozent.
Hintergrund: Notwendige Maßnahme nach roten Zahlen
Die Restrukturierung kommt vor dem Hintergrund einer angespannten Finanzlage. Im Geschäftsjahr 2024 erzielte der Klinikbetreiber bei einem Umsatz von 114,0 Millionen Euro ein negatives Betriebsergebnis (EBIT) von -2,229 Millionen Euro. Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf -13,2 Millionen Euro.
Vor diesem Hintergrund ist die angestrebte Liquiditätsverbesserung von 4 Millionen Euro ein essenzieller Schritt. Das Unternehmen kündigte zudem an, weitere Standorte auf Rentabilität zu prüfen, was auf einen noch nicht abgeschlossenen Restrukturierungsprozess hindeutet.
Ausblick auf ein Übergangsjahr
Für Anleger rückt nun die Umsetzung der Pläne in den Fokus. Die effiziente Abwicklung der Schließungen, insbesondere in Cham bis Ende April, wird im ersten Halbjahr 2026 entscheidend sein. Die weitere Kursentwicklung hängt maßgeblich davon ab, ob in den kommenden Quartalsberichten eine Stabilisierung der verbleibenden Kerngeschäfte erkennbar wird. Der nächste konkrete Meilenstein ist der Abschluss der Schließung der Bayerwald-Klinik am 30. April 2026.
Maternus-Kliniken-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Maternus-Kliniken-Analyse vom 26. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Maternus-Kliniken-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Maternus-Kliniken-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Maternus-Kliniken: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








