Der Halbleiter-Spezialist Marvell Technology galt als einer der großen Gewinner des KI-Booms – doch nach den jüngsten Quartalszahlen zeigt sich: Selbst Rekorderlöse können Anleger enttäuschen. Trotz eines Umsatzsprungs von 58% und zweistelliger Gewinnsteigerungen sackte die Aktie nach Börsenschluss um mehr als 10% ab. Was ist da schiefgelaufen?

Prognose dämpft Euphorie

Die Zahlen für das zweite Geschäftsquartal 2026 hätten eigentlich für Begeisterung sorgen müssen: Mit 2,006 Milliarden Dollar Umsatz stellte Marvell einen neuen Rekord auf – ein Plus von 58% im Jahresvergleich. Der bereinigte Gewinn je Aktie kletterte sogar um 123% auf 0,67 Dollar und traf damit die Analystenschätzungen.

Doch der Ausblick auf das laufende Quartal sorgte für Ernüchterung. Das Unternehmen rechnet mit Erlösen von etwa 2,060 Milliarden Dollar – weniger als die Experten erwartet hatten. Diese Enttäuschung reichte aus, um die positiven Quartalsergebnisse zu überschatten und die Aktie auf Talfahrt zu schicken.

Rechenzentren bleiben Wachstumsmotor

Das Geschäft mit Rechenzentren, das vom anhaltenden KI-Hype profitiert, entwickelt sich weiterhin dynamisch. Die Sparte steigerte ihren Umsatz um 69% auf 1,49 Milliarden Dollar und macht mittlerweile 74% der Gesamterlöse aus – ein deutliches Zeichen für die strategische Neuausrichtung des Unternehmens.

Besonders die Nachfrage nach maßgeschneiderten Halbleitern und elektro-optischen Produkten für KI-Infrastrukturen bleibt robust. Das Management betonte, dass die Elektro-Optik-Sparte auch weiterhin zweistellige Wachstumsraten erzielen soll.

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Gewinnprognose übertrifft leicht die Erwartungen

Während die Umsatzprognose enttäuschte, konnte Marvell bei der Gewinnaussicht zumindest minimal punkten. Für das dritte Quartal peilt das Unternehmen einen bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 0,69 und 0,79 Dollar an – im Mittel 0,74 Dollar.

Diese Spanne liegt knapp über dem Analystenkonsens von rund 0,73 Dollar. Doch die leichte Übertreffung der Gewinnerwartungen konnte die Enttäuschung über das schwächere Umsatzwachstum nicht kompensieren. Der Markt scheint zu befürchten, dass sich das rasante Wachstum der Vergangenheit normalisiert.

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