Der Halbleiter-Spezialist Marvell Technology drückt beim Thema Künstliche Intelligenz aufs Tempo. Nach starken Quartalszahlen und einer strategischen Milliarden-Übernahme erhält das Unternehmen nun Rückenwind von der Wall Street. Die Citi-Bank sieht in der aggressiven Ausrichtung auf KI-Datenzentren einen klaren Wachstumstreiber für die kommenden Jahre – doch reicht das, um die Verluste seit Jahresbeginn nachhaltig wettzumachen?

Citi sieht Kaufchance

Die Investmentbank Citi hat die Bewertung der Aktie am Freitag mit einem "Buy"-Rating wieder aufgenommen. Analyst Atif Malik begründet diesen Schritt vor allem mit der starken Positionierung des Konzerns im Bereich der Künstlichen Intelligenz.

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Die Bank prognostiziert für die kommenden Geschäftsjahre 2026 und 2027 ein beschleunigtes Umsatzwachstum. Laut der Analyse könnten die Erlöse um 20 bis 30 Prozent zulegen, getrieben durch den massiven Ausbau von KI-Rechenzentren. Diese Einschätzung sorgte zum Wochenausklang für Stabilisierung am Markt, wobei das Papier am Freitag mit einem leichten Plus von 0,59 Prozent bei 84,84 Euro aus dem Handel ging.

Milliarden-Deal gegen Datenstaus

Ein zentraler Baustein der bullischen These ist die geplante Übernahme von Celestial AI für 3,25 Milliarden US-Dollar. Mit diesem Zukauf adressiert Marvell ein spezifisches technisches Problem: den "Flaschenhals" beim Datentransfer zwischen Chips.

Celestial AI ist auf optische Verbindungen (Photonic Fabric) spezialisiert. Da herkömmliche elektrische Leitungen bei den immer größer werdenden KI-Modellen an ihre Leistungsgrenzen stoßen, gilt die optische Datenübertragung als Schlüsseltechnologie der nächsten Generation. Marvell zielt darauf ab, mit dieser Akquisition die Infrastruktur für beschleunigtes Computing maßgeblich zu prägen und langfristig von diesem Strukturwandel zu profitieren.

Starke Zahlen untermauern den Kurs

Das fundamentale Bild stützt die Zuversicht der Analysten. Im dritten Quartal übertraf Marvell mit einem Umsatz von 2,08 Milliarden US-Dollar die Erwartungen des Marktes. Besonders das Segment Data Center stach hervor: Hier kletterten die Erlöse im Jahresvergleich um fast 38 Prozent auf 1,52 Milliarden Dollar.

Auch beim bereinigten Gewinn pro Aktie (EPS) lag das Unternehmen mit 0,76 Dollar über den Schätzungen. Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass die Nachfrage nach spezialisierten Chips bei Großkunden wie Amazon Web Services (AWS) weiterhin robust ist.

Erholung nach schwierigem Jahr

Ein Blick auf die Kursentwicklung zeigt, dass die positiven Nachrichten dringend nötig waren. Auf Wochensicht konnte die Aktie bereits um beachtliche 9,50 Prozent zulegen. Dennoch notiert der Titel seit Jahresanfang (YTD) immer noch rund 23 Prozent im Minus.

Auch andere Analysehäuser wie JPMorgan und Needham haben ihre Modelle nach den Zahlen angepasst und sehen weiteres Potenzial, falls das Unternehmen seine KI-Roadmap erfolgreich umsetzt. Für Investoren bleibt nun entscheidend, wie schnell Marvell die Technologie von Celestial AI integrieren kann, um die prognostizierten Umsatzsprünge in der Bilanz sichtbar zu machen.

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