Magnum hat das erste Jahr als eigenständiges Unternehmen hinter sich. Der weltweit führende Eishersteller legte nun seinen ersten Geschäftsbericht nach der Abspaltung von Unilever vor. Die Zahlen verdeutlichen, wie kostspielig der Weg in die Eigenständigkeit für den Konzern aktuell ist.

Einmalkosten belasten das Ergebnis

Der Nettogewinn sank im Geschäftsjahr 2025 auf 307 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr noch 595 Millionen Euro in den Büchern standen. Dieser Rückgang ist primär auf die finanziellen Lasten der Konzernabspaltung zurückzuführen. Allein die Restrukturierungskosten stiegen um 118 Millionen Euro. Zusätzlich belasteten höhere Finanzierungskosten und Währungseffekte, insbesondere durch die Hyperinflation in der Türkei, das Endergebnis. Operativ blieb das Geschäft mit einem Jahresumsatz von 7,9 Milliarden Euro jedoch stabil.

Effizienzprogramm zeigt Wirkung

Um den Margendruck abzufedern, treibt das Management ein umfassendes Produktivitätsprogramm voran. Ziel sind kumulierte Bruttoeinsparungen von 500 Millionen Euro in der mittleren Frist. Im vergangenen Jahr lieferte die Optimierung der Lieferkette bereits 140 Millionen Euro an Ersparnissen. Insgesamt erreichte das Unternehmen bis Ende 2025 Einsparungen in Höhe von 250 Millionen Euro. Diese Mittel sollen künftig genutzt werden, um das Wachstum der Kernmarken wie Cornetto oder Ben & Jerry’s zu finanzieren.

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Fokus auf Indien-Expansion

Ein zentraler Baustein der Wachstumsstrategie ist der Ausbau der Marktposition in Asien. Magnum plant, seinen Anteil an Kwality Walls in Indien um weitere 26 Prozent aufzustocken. Das Pflichtangebot an die Aktionäre ist mit rund 13 Milliarden Indischen Rupien bewertet. Marktbeobachter werten diesen Schritt als konsequente Fortsetzung der Strategie, sich in wachstumsstarken Schwellenländern breiter aufzustellen.

An der Börse spiegeln sich die Umbaukosten derzeit in einer gedrückten Bewertung wider. Die Aktie ging am Freitag bei 12,86 Euro aus dem Handel und notiert damit nur noch knapp zwei Prozent über ihrem Jahrestief. Die kommenden Wochen bleiben ereignisreich: Bis zum 28. April soll das Übernahmeangebot in Indien abgeschlossen sein, bevor am 7. Mai die Jahreshauptversammlung in Amsterdam ansteht.

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