Avior Capital Markets hat seine LVMH-Einschätzung am 17. März von „Verkaufen" auf „Kaufen" gedreht — ein seltener Schritt, der das Ausmaß des vorangegangenen Kursrückgangs unterstreicht. Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 26 Prozent verloren und notiert damit weit unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 652,80 Euro.

Attraktive Bewertung nach langer Talfahrt

Genau dieser Rückgang ist es, der Avior zur Neubewertung bewogen hat. Das Analysehaus sieht im aktuellen Kursniveau eine Einstiegsgelegenheit — und steht damit nicht allein. Der Analystenkonsens aus 27 beobachtenden Experten lautet im Durchschnitt „Aufstocken", mit einem mittleren Kursziel von rund 636 Euro. Das entspräche einem Aufwärtspotenzial von etwa 34 Prozent gegenüber dem gestrigen Schlusskurs von 475,25 Euro.

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Ob die Talsohle tatsächlich erreicht ist, bleibt offen. Der RSI liegt bei 37 und signalisiert eine überverkaufte Lage — technisch ein Argument für eine Stabilisierung. Fundamental entscheidend wird sein, wie schnell sich die Nachfrage in China und Europa erholt, den beiden wichtigsten Märkten für Luxusgüter.

Wettbewerber orientieren sich an LVMH-Strukturen

Ein Indiz für die operative Stärke des Konzerns liefert ausgerechnet die Konkurrenz. Kering gab ebenfalls am 17. März bekannt, seine Schmuckmarken Boucheron und Pomellato in der neuen Einheit „Kering Jewelry" zu bündeln — ein Schritt, den Marktbeobachter als Annäherung an die bewährte Spartenstruktur von LVMH werten.

Der Kontrast zu schwächeren Marktteilnehmern ist deutlich. Die Lanvin Group meldete für 2025 einen Umsatzrückgang von 17,6 Prozent auf 240,5 Millionen Euro, die Kernmarke Lanvin verlor sogar 30 Prozent. LVMH hingegen gilt Analysten als jenes Haus, das aus der laufenden Konsolidierungsphase gestärkt hervorgehen könnte — nicht zuletzt dank seiner Diversifikation über Mode, Lederwaren, Uhren und Schmuck hinweg.

Ein Thema bleibt für institutionelle Investoren wie die DWS dennoch präsent: die Nachfolgeplanung. CEO Bernard Arnault hat die Altersgrenze für seine Position auf 85 Jahre verlängert. Bei einer Marktkapitalisierung von rund 237 Milliarden Euro ist das eine Frage, die Großaktionäre nicht ignorieren können.

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