Insider-Verkäufe in Millionenhöhe sorgen bei Lumentum für Gesprächsstoff, während das Unternehmen operativ auf Rekordkurs steuert. Trotz der Veräußerungen durch Top-Manager signalisieren die jüngsten Quartalszahlen und der Ausblick eine anhaltend starke Nachfrage im KI-Sektor. Wie sind die massiven Aktienverkäufe vor diesem Hintergrund einzuordnen?

  • Schlusskurs: 562,74 USD (Stand: Freitag)
  • Umsatz Q2 2026: 665,5 Mio. USD (über Erwartungen)
  • Prognose Q3 2026: 780 Mio. bis 830 Mio. USD
  • Insider-Kontext: Verkäufe über vorab festgelegte 10b5-1-Handelspläne
  • Marktkapitalisierung: ca. 40,2 Mrd. USD

Geplante Aktienverkäufe im Management

Am vergangenen Wochenende wurden SEC-Meldungen bekannt, wonach Executive Vice President Vincent Retort und Director Penelope Herscher Aktien im Gesamtwert von rund 29 Millionen US-Dollar veräußert haben. Retort verkaufte am Donnerstag 45.026 Anteile für rund 26,6 Millionen US-Dollar zu Kursen zwischen 576 und 602 US-Dollar. Penelope Herscher trennte sich von 4.000 Aktien im Wert von etwa 2,4 Millionen US-Dollar.

Entscheidend für Anleger: Diese Transaktionen waren keine spontanen Reaktionen auf das aktuelle Kursniveau. Die Verkäufe basieren auf sogenannten Rule 10b5-1-Handelsplänen, die bereits im November 2025 festgelegt wurden. Solche Pläne ermöglichen es Insidern, Verkäufe Monate im Voraus zu terminieren, um Bedenken hinsichtlich des Handels auf Basis nicht öffentlicher Informationen zu vermeiden. Die Verkäufe spiegeln somit eher eine langfristige Finanzplanung als ein mangelndes Vertrauen in die Zukunft des Unternehmens wider.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Lumentum?

Operatives Rekordwachstum durch KI-Boom

Die Diskussion um die Insider-Aktivitäten überschattete kurzzeitig die starke operative Performance. Im zweiten Geschäftsquartal 2026 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 665,5 Millionen US-Dollar und übertraf damit die Analystenschätzungen von 647 Millionen US-Dollar deutlich. Der bereinigte Gewinn pro Aktie erreichte 1,67 US-Dollar und lag damit signifikant über dem Konsens von 1,39 US-Dollar.

Das Unternehmen profitiert unmittelbar vom Ausbau optischer Netzwerke für künstliche Intelligenz. Für das laufende dritte Quartal gab das Management eine optimistische Prognose ab und erwartet einen Umsatz zwischen 780 Millionen und 830 Millionen US-Dollar. Getragen wird dieses sequentielle Wachstum durch einen Auftragsbestand für optische Schalter, der die Marke von 400 Millionen US-Dollar überschreitet.

Analysten heben Kursziele an

Trotz eines leichten Kursrückgangs nach den Meldungen bleibt die Stimmung unter Analysten positiv. Mehrere Investmenthäuser korrigierten ihre Kursziele nach oben. Rosenblatt Securities erhöhte das Ziel auf 580 US-Dollar, während Needham das Kursziel auf 550 US-Dollar anhob und dabei auf das robuste Nachfrageumfeld verwies.

Die aktuelle Marktkapitalisierung von rund 40,2 Milliarden US-Dollar verdeutlicht die massive Neubewertung des Unternehmens im vergangenen Jahr. Mit der Bestätigung der vorab geplanten Verkaufspläne und der starken Prognose für das dritte Quartal bleibt die fundamentale Wachstumsstory intakt. In den kommenden Wochen wird der Fokus des Marktes vor allem auf der Abarbeitung der hohen Auftragsbestände liegen.

Lumentum-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Lumentum-Analyse vom 16. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Lumentum-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Lumentum-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Lumentum: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...