Die Lufthansa-Aktie kletterte zur Wochenmitte auf 9,248 Euro – ein Niveau, das zuletzt im August 2023 erreicht wurde. Seit dem Oktober-Tief haben sich die Kursgewinne auf über ein Drittel summiert. Allein 2026 verzeichnet der Titel ein Plus von fast neun Prozent. Doch was steckt hinter diesem Höhenflug, während die meisten Analysten bis vor Kurzem noch skeptisch waren?

Bemerkenswert ist die Kehrtwende bei Morgan Stanley. Die Analysten um Cedar Ekblom hoben das Kursziel von 5,40 auf 9,30 Euro an und stuften die Aktie gleich um zwei Stufen von "Underweight" auf "Overweight" hoch. Auf dem Finanzportal finanzen.net zeigt sich ein ähnliches Bild: Von neun veröffentlichten Analysteneinschätzungen sieht aktuell nur eine Schweizer Großbank weiteres Aufwärtspotenzial.

Restrukturierung als Kurstreiber?

Morgan Stanley nennt konkrete Gründe für den Optimismus. Die laufende Restrukturierung könnte von 2025 bis 2027 zu einem durchschnittlichen Wachstum des Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 20 Prozent führen. Zudem dürfte die Verschuldungsquote dank erwarteter freier Finanzmittelzuflüsse sinken.

Rückenwind liefern auch die gesunkenen Ölpreise. Kerosin gehört zu den größten Kostenfaktoren für Fluggesellschaften – ein niedrigerer Ölpreis wirkt sich direkt positiv auf die Margen aus.

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Technologie-Offensive mit Amadeus IT

Parallel zur operativen Verbesserung treibt der Konzern die Digitalisierung voran. In Partnerschaft mit dem spanischen Reise-Technologiedienstleister Amadeus IT Group führt Lufthansa eine neue Identifikationsnummer (Order ID) ein. Diese soll die bisherigen Buchungs- und Ticketnummern ablösen und alle Reisebestandteile zusammenführen – vom Flug über reservierte Sitzplätze und Gepäck bis hin zu Upgrades oder Lounge-Zugang.

Die Bündelung ersetzt die bisher getrennten Buchungssysteme. Passagiere können bei Flugplanänderungen effizienter unterstützt werden, die Buchung wird vereinfacht. Die neue Order-ID wird schrittweise bei mehreren Fluggesellschaften der Lufthansa Group eingeführt und ergänzt bestehende Angebote wie die Travel ID.

Morgan Stanley zählt Lufthansa für 2026 zu den Favoriten unter den Transportaktien – während die Experten beim Billigflieger easyJet kurzfristigen Profitabilitätsdruck sehen und bei der Reederei Maersk das Risiko von Überkapazitäten fürchten.

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