Kontron-Aktie: Von China nach Ungarn!
Seit Jahrzehnten ist es in der Welt der großen Unternehmen Gang und Gäbe, die Produktion vermehrt nach China zu verlagern, um Kosten zu sparen und die Effizienz zu erhöhen. Doch die Welt befindet sich im steten Wandel und es kann auch in die umgekehrte Richtung gehen. Das zeigt sich aktuell bei Kontron, wo laut einem Bericht von "Ungarn heute" wohl die chinesische Produktion nach Pécs verlagert werden soll.
Das Investitionsvolumen wird auf fünf Milliarden Euro beziffert. Eine Million Euro steuern die ungarische Regierung bei. Kontron betreibt in Pécs bereits einen Standort, wo nun rund 300 Stellen langfristig gesichert werden sollen. Darüber hinaus sprach der ungarische Außenminister Péter Szijjártó davon, dass 30 weitere Stellen geschaffen werden sollen. Ungarn stärke mit der Investition seine Rolle als Technologiestandort in der europäischen Hightech-Fertigung.
Die Kontron-Aktie reagiert nicht weiter
Während die Politik regelrecht begeistert ist von Kontrons erweitertem Engagement in Ungarn, geben die Anleger sich deutlich zurückhaltender. Das Investitionsvolumen fällt eher überschaubar aus und die Anteilseigner scheinen sich keine dramatischen Änderungen zu erhoffen. Der Aktienkurs trat am Freitag auf der Stelle und landete zum Wochenende bei 23,26 Euro. Das ist ein recht ansehnliches Niveau, aber auch noch weit entfernt von den letzjtährigen Höchstständen jenseits der 28-Euro-Marke.
Kontron selbst konzentriert sich für die Zukunft immer mehr auf das Thema Software und will dort mit wiederkehrenden Umsätzen für mehr Stabilität und Wachstum in der Bilanz sorgen. Grundsätzlich werden solche Pläne an den Märkten auch begrüßt. Es ist aber noch abzuwarten, ob das Unternehmen seine Ziele auch erreichen kann. Wichtig bleibt auch weiterhin das Hardware-Geschäft rund um Komponenten, die beispielsweise in Fabriken, Zügen und Flugzeugen zum Einsatz kommen.
Das schadet nicht
Die Verlagerung von China nach Ungarn darf von Kontron-Anlegern neutral bewertet werden. Es ergeben sich auf den ersten Blick keine Effekte, welche die Bilanz nennenswert verbessern würden. Es darf aber auch davon ausgegangen werden, dass es keinen Schaden hinterlassen würde, da sich das Unternehmen ansonsten kaum zu dem Schritt entschieden hätte. Der Berichterstattung ist es nicht zu entnehmen, doch vorstellbar wären auch kostensenkende Maßnahmen im Rahmen des Vorhabens.
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