Der deutsch-französische Rüstungskonzern KNDS sammelt kurz vor seinem geplanten Börsengang wichtige internationale Referenzen für seine Radhaubitze RCH 155. Während Großbritannien in diesem Monat verbindlich 37 Systeme bestellte, steht in den USA eine richtungsweisende Entscheidung unmittelbar bevor. Die technologische Fähigkeit, aus der Bewegung heraus zu feuern, entwickelt sich dabei zum zentralen Verkaufsargument für künftige Investoren.

Internationale Nachfrage steigt

Im März 2026 sicherte sich KNDS einen Vertrag über 37 Waffensysteme für Großbritannien im Wert von 53 Millionen Pfund. Dieser Schritt markiert nach einer erfolgreichen Testphase den Übergang in die Serienbeschaffung. Gleichzeitig blickt das Unternehmen auf den potenziell größten Exportmarkt: Bis Ende des Monats wird ein Prototypen-Wettbewerb der US-Armee erwartet.

Das amerikanische Militär sucht nach Alternativen für seine M109A7-Paladin-Haubitzen. Diese benötigen für den Feueraufbau mehrere Minuten und bieten modernen gegnerischen Systemen dadurch ein leichtes Ziel. Die RCH 155 löst dieses Problem durch ein unbemanntes Artillerie-Modul. Dank präziser Navigation kann die Besatzung während der Fahrt zielen, feuern und die Position sofort wechseln, ohne jemals ein stationäres Ziel abzugeben.

Unklarheiten beim Ukraine-Einsatz

Ein wichtiger Baustein der KNDS-Vermarktung ist der geplante Einsatz in der Ukraine. Deutschland hat 54 Systeme im Wert von 890 Millionen Euro für Kiew bestellt. Seit dem offiziellen Trainingsstart im Frühjahr 2025 bildete die Bundeswehr gemeinsam mit dem Hersteller über 600 ukrainische Soldaten an der Waffe aus.

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Der tatsächliche Status an der Front bleibt allerdings unbestätigt. Noch im August 2025 arbeitete KNDS an Integrationsproblemen mit dem ukrainischen Gefechtsführungssystem. Bis heute existieren weder von russischer noch von ukrainischer Seite Aufnahmen, die einen aktiven Kampfeinsatz der Haubitze belegen. Die planmäßige Auslieferung der verbleibenden 48 Einheiten soll bis Ende 2028 erfolgen.

Solides Fundament für das Börsendebüt

Diese operativen Entwicklungen flankieren die konkreten Vorbereitungen für das Börsendebüt. Das Management peilt ein Dual Listing in Paris und Frankfurt für Juni oder Juli an. Berater taxieren die Gesamtbewertung auf rund 20 Milliarden Euro, wobei etwa ein Viertel der Anteile in den Streubesitz gehen soll. Einer strategischen Beteiligung durch den Konkurrenten Rheinmetall erteilte der KNDS-Chef kürzlich eine klare Absage und verwies auf die strikte Fokussierung auf Landsysteme.

Finanziell stützt sich der Konzern auf starke Zahlen aus dem Jahr 2024. Ein Auftragseingang von 11,2 Milliarden Euro und ein Auftragsbestand von 23,5 Milliarden Euro bilden die Basis für die geplante Verdopplung bis Verdreifachung der Produktionskapazitäten.

Mit der in wenigen Tagen anstehenden Prototypen-Anfrage der US-Armee und dem avisierten Börsengang im Hochsommer verdichtet sich der Zeitplan für KNDS. Die technologischen Vorteile der RCH 155 treiben das internationale Interesse spürbar an. Investoren müssen bei der Bewertung des Unternehmens jedoch berücksichtigen, dass der oft zitierte Praxistest der Waffe unter realen Gefechtsbedingungen in der Ukraine offiziell noch aussteht.

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