Das RCH 155 könnte bald in amerikanischen Diensten stehen. Die US-Armee plant, bis Juli dieses Jahres einen Vertrag über neue Selbstfahrhaubitzen zu unterzeichnen — und ein Gemeinschaftsprojekt von Leonardo DRS und KNDS gehört zu den Kandidaten. Für KNDS, das sich auf einen Börsengang im Sommer 2026 vorbereitet, käme ein Pentagon-Auftrag zum denkbar günstigsten Zeitpunkt.

Was das System besonders macht

Das RCH 155 ist die einzige Haubitse der Welt, die präzise aus der Bewegung heraus feuern kann. Das unbemannte Artilleriegeschützmodul — abgeleitet von der deutschen PzH 2000 und auf einem Boxer-8x8-Fahrgestell montiert — nutzt ein hochpräzises Trägheitsnavigationssystem, das kontinuierlich Position und Rohrausrichtung erfasst und im berechneten Ausrichtungsmoment abfeuert.

Von der Auftragsannahme bis zum ersten Schuss vergehen weniger als 20 Sekunden. Nach dem Abfeuern ist das System in unter zehn Sekunden wieder in Bewegung. Diese Geschwindigkeit erhöht die Überlebensfähigkeit der Besatzung erheblich — eine Lektion, die der Krieg in der Ukraine eindrücklich bestätigt hat. Die Ukraine betreibt 54 Systeme in einem der anspruchsvollsten Gegenartillerie-Umfelder weltweit.

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Britischer Auftrag als frisches Signal

Erst vor wenigen Tagen erhielt KNDS konkreten Rückenwind aus London. Die britische Armee bestellte 37 RCH 155, um ihre Artilleriekapazitäten nach der Übergabe der AS-90-Flotte an die Ukraine wiederherzustellen. Die Organisation für gemeinsame Rüstungskooperation vergab an das KNDS-Rheinmetall-Gemeinschaftsunternehmen ARTEC einen Vertrag über 53 Millionen Pfund für die Langläufer-Produktion. Im Dezember war bereits ein 52-Millionen-Pfund-Vertrag für drei Demonstrationsfahrzeuge für gemeinsame britisch-deutsche Tests unterzeichnet worden.

Das 39-Tonnen-System erreicht bis zu 100 km/h, feuert bis zu acht Schuss pro Minute und kann Ziele in mehr als 70 Kilometern Entfernung bekämpfen — bei einer Gesamtreichweite von rund 700 Kilometern. Bedient wird es von nur zwei Personen.

IPO-Vorbereitung mit starken Kennzahlen

Der Börsengang ist für den Sommer 2026 geplant, die angestrebte Bewertung liegt bei rund 20 Milliarden Euro. Die Ausgangslage ist solide: 2024 verzeichnete KNDS einen Rekordauftragseingang von 11,2 Milliarden Euro, der Auftragsbestand wuchs um 15 Prozent auf rund 23,5 Milliarden Euro. Die staatliche KfW arbeitet gemeinsam mit JPMorgan an einem möglichen Einstieg, um Berlin Einfluss in dem Unternehmen zu sichern, dessen deutsche Familienaktionäre ihren 50-Prozent-Anteil über den Börsengang reduzieren wollen.

Deutschland hat zudem einen Beschaffungsrahmen für bis zu 500 RCH-155-Fahrzeuge strukturiert, von denen rund 360 Plätze für Verbündete zu deutschen Vertragskonditionen verfügbar sind. Ein US-Auftrag würde diesen Rahmen sprengen — und wäre das stärkste Argument, mit dem KNDS in den Sommer 2026 gehen könnte.

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