KNDS Aktie: RCH 155 auf Erfolgskurs
Die britische Armee hat 37 ferngesteuerte Haubitzen vom Typ RCH 155 bestellt — und gleichzeitig wächst der Druck auf die US-Armee, das System ebenfalls zu beschaffen. Für KNDS kommt dieser Rückenwind zu einem strategisch günstigen Zeitpunkt: Der Börsengang rückt näher.
Britischer Auftrag und amerikanisches Interesse
OCCAR hat dem KNDS-Rheinmetall-Gemeinschaftsunternehmen ARTEC einen £53-Millionen-Vertrag für die Serienproduktion der 37 Systeme erteilt. Rund £30 Millionen davon fließen in den Aufbau einer Großkaliberrohr-Fertigungsanlage von Rheinmetall im britischen Telford — mit etwa 100 neu entstehenden Facharbeitsplätzen.
Parallel dazu erschien am 20. März ein Meinungsbeitrag in Defense News, der für eine Beschaffung durch die US-Armee wirbt. Die zitierten Leistungsdaten sind bemerkenswert: Zwölf RCH 155 mit 24 Soldaten erledigen dieselbe Feuermission wie 24 M109 Paladin-Haubitzen mit 144 Soldaten — und das in weniger Zeit. Die US-Armee will noch vor Ende März eine Anfrage für Prototypen selbstfahrender 155-mm-Haubitzen veröffentlichen, wobei ausschließlich Radplattformen in Frage kommen. Das RCH 155 gilt als aussichtsreicher Kandidat.
Bewährtes System, wachsendes Auftragsbuch
Das System ist keine Entwicklungsplattform mehr. Die Ukraine betreibt 54 Einheiten unter realen Gefechtsbedingungen gegen eine der weltweit anspruchsvollsten Gegenartillerie-Umgebungen. Deutschland hat einen Rahmen für bis zu 500 Fahrzeuge geschaffen, von denen rund 360 Slots zu deutschen Vertragskonditionen für Partnerländer verfügbar sind. Im Dezember bestellte die Bundeswehr 84 Systeme in einem Paket im Wert von rund 1,2 Milliarden Euro.
IPO-Vorbereitung auf Kurs
CEO Jean-Paul Alary bekräftigte am 19. März, dass der Börsengang planmäßig verläuft: „Es gibt keine Hindernisse. Der IPO ist geplant und wir liegen im Zeitplan." Banker rechnen mit einer Doppelnotierung in Paris und Frankfurt im Juni oder Juli, bei einer angestrebten Bewertung von rund 20 Milliarden Euro und einem Streubesitz von etwa 25 Prozent. Das frische Kapital soll laut Alary für Investitionen und mögliche Akquisitionen genutzt werden.
KNDS weist für 2024 einen Umsatz von 3,8 Milliarden Euro, einen Auftragsbestand von 23,5 Milliarden Euro und Neuaufträge von 11,2 Milliarden Euro aus. Mit dem bevorstehenden US-Prototypenauftrag und dem laufenden britischen Produktionsvertrag positioniert sich das Unternehmen als einer der zentralen Rüstungslieferanten im NATO-Wiederaufrüstungszyklus — und das kurz vor dem größten Kapitalmarktauftritt der europäischen Rüstungsbranche seit Jahren.
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