KNDS Aktie: Pentagon im Visier
Der KNDS-Chef hat diese Woche gleich zwei Botschaften gesendet: Der Börsengang kommt — und das Unternehmen will in den US-Markt. Beides hängt enger zusammen, als es auf den ersten Blick erscheint.
CEO Jean-Paul Alary bestätigte am Mittwoch, dass das geplante Dual-Listing in Paris und Frankfurt wie vorgesehen noch in diesem Jahr stattfinden soll. Banker rechnen mit Juni oder Juli, bei einer Bewertung von rund 20 Milliarden Euro. Etwa 25 Prozent der Anteile sollen an die Börse gebracht werden. KNDS will dabei nicht nur bestehende Aktien verkaufen, sondern auch frisches Kapital einsammeln — für Investitionen und mögliche Zukäufe, wie Alary betonte. Der Fokus soll auf Landsystemen bleiben.
Das RCH 155 als Türöffner in Washington
Parallel dazu rückt KNDS mit seinem Panzerhaubitzen-System RCH 155 in den Fokus eines laufenden US-Beschaffungsprogramms. Ein Beitrag in der Fachpublikation Defense News argumentierte, das System könne eine kritische Fähigkeitslücke im US-Heer schließen.
Die Zahlen, die KNDS selbst präsentiert, sind bemerkenswert: Eine Batterie aus 12 RCH-155-Systemen mit 24 Soldaten soll dieselbe Feuermission in 140 Sekunden abschließen, für die 24 M109-Paladin-Haubitzen mit 144 Soldaten über 180 Sekunden benötigen. Das System ist dabei kein Prototyp — die Ukraine betreibt aktuell 54 Einheiten, Großbritannien wählte es im April 2024 als Mobile Fires Platform aus.
Für den US-Wettbewerb hat KNDS ein Team mit dem amerikanischen Rüstungsunternehmen Leonardo DRS gebildet. Das US-Heer will bis Ende März eine Ausschreibung für Prototypen veröffentlichen und plant, den Vertrag bis Juli dieses Jahres zu unterzeichnen — fast zeitgleich mit dem angestrebten Börsengang.
Solide Basis vor dem Marktdebüt
Die industriellen Kennzahlen stützen das Timing. KNDS erzielte 2024 einen Umsatz von 3,8 Milliarden Euro und verfügt über einen Auftragsbestand von 23,5 Milliarden Euro. Allein 2024 kamen neue Aufträge im Wert von 11,2 Milliarden Euro hinzu. Seit 2023 hat das Unternehmen 5.000 neue Mitarbeiter eingestellt und beschäftigt insgesamt mehr als 11.000 Menschen.
Offen bleibt die Frage einer staatlichen Beteiligung: Die staatliche KfW-Bank prüft gemeinsam mit JPMorgan den Einstieg beim Unternehmen, um dem Bund Einfluss auf den Panzerhersteller zu sichern. Alary ließ sich davon öffentlich nicht beirren. Für KNDS läuft der Countdown zum Börsengang — mit einem potenziellen US-Milliardenauftrag als zusätzlichem Rückenwind.
KNDS-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue KNDS-Analyse vom 20. März liefert die Antwort:
Die neusten KNDS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für KNDS-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
KNDS: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








