Klarna Aktie: Paradoxe Talfahrt
Der Zahlungsdienstleister Klarna vermeldet derzeit einen operativen Rekord nach dem anderen. Während das Netzwerk an Händlern und Kartennutzern rasant wächst, straft die Börse das Papier gnadenlos ab. Diese offensichtliche Diskrepanz zwischen fundamentaler Entwicklung und Kursverlauf ruft nun prominente Insider auf den Plan.
Der Blick auf die Kursentwicklung offenbart ein düsteres Bild. Seit Jahresbeginn hat der Titel fast 55 Prozent an Wert verloren und notiert nur noch hauchdünn über dem 52-Wochen-Tief von 10,86 Euro. Dieser Ausverkauf steht in einem scharfen Kontrast zu den jüngsten Erfolgsmeldungen des Unternehmens. So knackte die physische Klarna-Karte diese Woche die Marke von fünf Millionen aktiven Nutzern weltweit. Parallel dazu durchbrach das Netzwerk die Schwelle von einer Million angeschlossenen Händlern, was einem satten Wachstum von 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Wachstum ohne Profitabilität
Die Ursache für die Skepsis der Anleger findet sich tief in den Büchern des vergangenen Jahres. Zwar stieg das abgewickelte Zahlungsvolumen um 22 Prozent auf knapp 128 Milliarden US-Dollar, und auch die Umsätze kletterten auf 3,5 Milliarden US-Dollar. Auf der anderen Seite steht jedoch ein unterm Strich negatives Ergebnis je Aktie von minus 0,79 US-Dollar für das Gesamtjahr 2025. Die aggressive Expansion fordert ihren Tribut und drückt auf die Profitabilität, was in einem von Zinsen geprägten Marktumfeld offensichtlich für Nervosität sorgt.
Analysten senken den Daumen
Während der breite Markt flüchtet, greifen Führungskräfte auf dem ermäßigten Niveau massiv zu. Allen voran Aufsichtsratschef Michael Moritz, der Anfang März Aktien im Wert von fast 50 Millionen US-Dollar kaufte. Auch der Produktchef stockte seine Position auf. Die großen Wall-Street-Häuser zeigen sich deutlich zurückhaltender und reagierten in den vergangenen Tagen mit einer Welle von Kurszielsenkungen auf die anhaltende Volatilität:
- UBS & JPMorgan: Senkung auf 20,00 US-Dollar
- Morgan Stanley: Reduzierung auf 23,00 US-Dollar
- Keefe, Bruyette & Woods: Anpassung auf 26,00 US-Dollar
- Wells Fargo: Neues Ziel bei 32,00 US-Dollar
Trotz der reduzierten Kursziele der Großbanken liegt selbst die pessimistischste Schätzung noch deutlich über dem aktuellen Bewertungsniveau. Mit elf Kaufempfehlungen gegenüber nur einer einzigen Verkaufseinstufung bleibt die Mehrheit der Analysten mittelfristig optimistisch. Die massiven Insiderkäufe des Managements unterstreichen diese Haltung und setzen ein klares Gegengewicht zum anhaltenden Verkaufsdruck an der Börse.
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