Klarna Aktie: Absturz seit IPO
Klarna hat seit dem Börsengang im September 2025 mehr als die Hälfte seines Wertes verloren. Was als gefeiertes Debüt begann, endete in einem brutalen Ausverkauf. Enttäuschende Quartalszahlen, verhaltene Prognosen und Klagen wegen angeblicher Irreführung von Investoren haben die Aktie auf Talfahrt geschickt.
Vom Börsenstar zum Problemfall
Der schwedische Fintech-Konzern ging am 10. September 2025 an die New York Stock Exchange. Der IPO-Preis lag bei 40 US-Dollar – oberhalb der angestrebten Spanne von 35 bis 37 Dollar. Am ersten Handelstag eröffnete die Aktie bei 52 Dollar und schloss bei 45,82 Dollar, ein Plus von 15 Prozent.
Diese Euphorie ist längst verflogen. Die Aktie notiert aktuell bei 11,34 Euro und damit mehr als 70 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 38,78 Euro. Allein in den vergangenen 30 Tagen büßte der Titel über 40 Prozent ein.
Enttäuschende Zahlen und schwache Ausblicke
Mitte Februar brach der Kurs massiv ein, nachdem Klarna vor einer Verlangsamung des Wachstums im zweiten Quartal 2026 warnte. Harte Vergleichswerte aus dem Vorjahr und eine schleppende Umsetzung neuer Partnerschaften belasten die Perspektiven.
Das vierte Quartal 2025 lieferte zwar Umsatzrekorde – 1,08 Milliarden Dollar Erlöse bedeuteten ein Plus von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Doch die Transaction Margin Dollars nach Rückstellungen lagen mit 372 Millionen Dollar unter der Prognose von 390 bis 400 Millionen Dollar. Für das Gesamtjahr 2025 wies Klarna einen Verlust je Aktie von 0,79 Dollar aus.
Hinzu kommen Sammelklagen, in denen Klarna vorgeworfen wird, Risiken im Zusammenhang mit Kreditausfallreserven verschleiert zu haben.
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Geschäftsdaten und Ausblick
Klarna zählt 118 Millionen aktive Nutzer weltweit und arbeitet mit 966.000 Händlern zusammen, darunter Uber, Nike, Ikea und Airbnb. Die Zahl der Banking-Kunden, die Dienste wie Karten oder Sparprodukte nutzen, verdoppelte sich auf 15,8 Millionen.
Für 2026 erwartet das Unternehmen ein Wachstum bei Transaktionsvolumen und Umsatz auf Vorjahresniveau. Die bereinigte operative Marge soll auf über 6,9 Prozent steigen – 2025 lag sie bei 1,9 Prozent.
Analysten bleiben gespalten. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 25,41 Dollar, die Spanne reicht von 14 bis 45 Dollar. Bernstein senkte das Ziel von 36 auf 20 Dollar, Compass Point von 45 auf 30 Dollar.
Was kommt als Nächstes?
Am 3. Juni 2026 folgen die nächsten Quartalszahlen. Bis dahin bleibt die Frage, ob Klarna die angekündigte Margenerholung in der zweiten Jahreshälfte tatsächlich liefern kann. Die Bewertung liegt mittlerweile bei rund 5 Milliarden Dollar – deutlich unter dem Tiefpunkt von 6,7 Milliarden Dollar aus dem Jahr 2022 und weit entfernt von der Rekordmarke von 45,6 Milliarden Dollar aus 2021.
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