JD.com hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem deutlichen Umsatzplus abgeschlossen, doch der Preis für dieses Wachstum ist hoch. Massive Investitionen in neue Geschäftsfelder und ein verschärfter Wettbewerb im chinesischen Online-Handel zehren an der Profitabilität. Nun reagieren die ersten Analysten und schrauben ihre Erwartungen für den E-Commerce-Riesen zurück.

Margendruck durch Expansionskurs

Barclays und Susquehanna passten am 9. März ihre Kursziele nach unten an. Analyst Jiong Shao von Barclays senkte sein Ziel von 41 auf 34 US-Dollar, hält jedoch an seiner „Overweight“-Einstufung fest. Vorsichtiger zeigt sich Susquehanna: Hier wurde das Ziel auf 30 US-Dollar reduziert.

Hintergrund der Skepsis ist vor allem der anhaltende Margendruck. JD.com investiert derzeit aggressiv in neue Sparten wie den Lebensmittel-Lieferdienst, was die kurzfristige Ertragskraft belastet. Doch kann der Konzern diese hohen Ausgaben rechtfertigen, während das Marktumfeld in China schwierig bleibt?

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Hohe Kosten belasten das Quartalsergebnis

Die Zahlen für das vierte Quartal 2025 verdeutlichen diesen Trend. Zwar stieg der Quartalsumsatz leicht auf 352,3 Milliarden RMB, doch unter dem Strich stand ein Nettoverlust von 2,7 Milliarden RMB – im Vorjahr konnte das Unternehmen noch einen Gewinn von 9,9 Milliarden RMB ausweisen.

Verantwortlich für diesen Umschwung waren signifikante Kostensteigerungen: Die Ausgaben für Marketing stiegen um 50,6 Prozent, während die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung um 52 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zulegten. Die Aktie notiert mit einem Kurs von 23,65 Euro derzeit rund 43 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch und spiegelt die Verunsicherung über die künftige Gewinnentwicklung wider.

Dividende und Aktienrückkäufe

Trotz der angespannten Ertragslage im Schlussquartal setzt das Management auf eine kontinuierliche Gewinnbeteiligung der Aktionäre. Für das Geschäftsjahr 2025 wurde eine jährliche Dividende von 0,50 US-Dollar pro Aktie angekündigt. Zudem kaufte das Unternehmen im vergangenen Jahr eigene Anteile im Wert von rund 3,0 Milliarden US-Dollar zurück. Von der ursprünglichen Rückkauf-Autorisierung über 5,0 Milliarden US-Dollar verbleiben damit noch etwa 2,0 Milliarden US-Dollar für zukünftige Transaktionen bis Sommer 2027.

Für Anleger bleibt der April entscheidend: Wer bis zum Stichtag am 9. April Anteile hält, sichert sich den Anspruch auf die kommende Dividendenzahlung. Die tatsächliche Ausschüttung an die Aktionäre ist für den 23. April 2026 geplant.

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