Beim iShares MSCI World ETF steht diese Woche keine große Strategieänderung an – aber ein Rebalancing, das auffällig aus dem Rahmen fällt. Denn MSCI streicht deutlich mehr Titel aus dem Index, als neu aufgenommen werden. Was bedeutet das konkret für die betroffenen Aktien und für die Mechanik hinter dem ETF?

Mehr Rauswürfe als Aufnahmen

Zum Handelsschluss am Freitag, 27. Februar 2026, setzt der ETF die Ergebnisse der MSCI Index-Überprüfung vom Februar um. In der Bilanz: 18 Neuaufnahmen stehen 27 Streichungen gegenüber. Unterm Strich schrumpft der MSCI World Standard Index damit um neun Indexmitglieder.

Laut MSCI liegt der geschätzte „One-Way Turnover“ im breiteren MSCI World Investable Market Index bei 0,3%. Das klingt nach wenig, ist aber trotzdem relevant: Indexfonds und andere MSCI-Tracker müssen die Änderungen bis Freitagabend umsetzen. Der Stichtag, ab dem die Änderungen offiziell gelten, ist Montag, der 2. März 2026.

USA dominiert – bekannte Namen fliegen raus

Den Löwenanteil der Bewegung liefert der US-Markt: Acht Aktien kommen neu rein, 15 fliegen raus. Zu den größten Neuzugängen nach Marktkapitalisierung zählen laut MSCI AST SpaceMobile, Coherent Corp und FTAI Aviation. Weitere US-Neuaufnahmen sind Casey's General Stores, Curtiss-Wright, Lumentum Holdings, IREN und Revolution Medicines.

Auf der Abgangsseite stehen einige bekannte Namen, die laut MSCI unter die geforderten Marktkapitalisierungs-Schwellen gerutscht sind. Genannt werden unter anderem DocuSign, Nutanix, Paycom Software, Booz Allen Hamilton, Baxter International, Brown-Forman, Dynatrace, JM Smucker sowie mehrere Immobilienwerte wie Alexandria Real Estate, American Homes 4 Rent oder BXP.

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Auch außerhalb der USA verschiebt sich etwas: In Japan gibt es zwei Aufnahmen (Ibiden, Shimizu) bei vier Streichungen (u.a. Tokyo Metro, Trend Micro). Großbritannien gewinnt Airtel Africa, verliert aber DCC und Hikma Pharmaceuticals. In Italien werden Nexi und Infrastrutture Wireless durch Italgas und Telecom Italia RNC ersetzt.

Warum dieses Rebalancing „Übergangscharakter“ hat

Der Februar-Termin ist mehr als Routine, weil er der letzte Quartalsumbau unter der aktuellen Methodik ist. MSCI hatte angekündigt, in dieser Runde nur „signifikante“ Free-Float-Änderungen zu berücksichtigen. Hintergrund: Im Mai soll eine überarbeitete Free-Float-Rundungsmethodik kommen – und MSCI will vorab das Risiko reduzieren, dass es durch die Umstellung zu unnötigen Gegenbewegungen („Reverse Turnover“) kommt.

Zusätzlich hat MSCI Anfang Januar einen weiteren Punkt geklärt: Die geplante Herausnahme von sogenannten Digital Asset Treasury Companies (DATCOs) aus den Global Investable Market Indexes wird nicht umgesetzt. Stattdessen will MSCI breiter konsultieren, wie nicht-operativ geprägte Unternehmen zu behandeln sind. Für die Februar-Überprüfung bleibt damit die bisherige Indexbehandlung bestehen – auch bei Firmen, deren Digital-Asset-Bestände 50% oder mehr der Vermögenswerte ausmachen.

Zum ETF selbst: Der Schlusskurs lag am Mittwoch bei 191,67 USD und damit auf dem Niveau des 52‑Wochen-Hochs.

Am Freitagabend werden die Anpassungen im Handel eingepreist – wirksam werden sie dann mit Index-Start am 2. März 2026. Der nächste strukturell größere Einschnitt folgt bereits im Mai 2026, wenn MSCI die angekündigte Methodik-Überarbeitung bei der Free-Float-Rundung umsetzt.

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